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Die Nerven an der Wall Street sollten halten

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08.02.2010 | 15:10

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Die Nerven an der Wall Street sollten halten

Die US-Börsen werden zum Wochenauftakt etwas höher erwartet. Auch die US-Anleger müssen zwischen vergleichsweise gute Unternehmenszahlen und den Sorgen in Sachen Euro und Europa-Konjunktur ihre Investment-Dollar verteilen.

EPA

Die US-Börsen dürften am Montag etwas höher in den Handel starten. Während einige Unternehmen gute Zahlen vorgelegt hätten, sorgten sich die Anleger weiter um die Probleme einiger Euroländer mit ihren Staatsfinanzen, hieß es aus dem Markt. Zudem haben Analysten mehrere Unternehmen von Home Depot bis Walt Disney hochgestuft. Weitere Experten halten den Kurseinbruch des Dow Jones der letzten Woche für überzogen. Auch hier wird die Stimmung nicht zuletzt mit der durchaus zufriedenstellenden Performance einiger Brancheleitkonzerne begründet.

Gegen 14.50 Uhr notierte der Future auf den Dow Jones 0,09 Prozent höher, nachdem der US-Leitindex am vergangenen Freitag eine Schlussrallye hingelegt und mit Kursgewinnen von 0,10 Prozent bei 10.012,23 Punkten aus dem Handel gegangen war. Der Nasdaq-100-Future stieg ebenfalls um 0,09 Prozent. Vor dem Wochenende war der Auswahlindex für Technologiewerte um 0,76 Prozent auf 1.746,12 Zähler gestiegen.

Aktien der Nasdaq OMX Group standen nach Zahlen im Fokus. Der Börsenbetreiber konnte im vierten Quartal trotz eines Gewinnrückgangs die Analystenerwartungen knapp schlagen. Auch die gesunkenen Erlöse fielen leicht höher aus als vom Markt prognostiziert. Die Citigroup hat nach Angaben der "Financial Times" Gespräche mit Beteiligungsgesellschaften und Hedge-Fonds über der Verkauf von Autokrediten geführt, um riskante Vermögenswerte aus seiner Bilanz zu entfernen. Die Drogerie- und Apothekenkette CVS konnte ihren Quartalsgewinn stärker als erwartet steigern, verfehlte aber mit der Umsatzentwicklung die Konsensschätzungen.

Bei der CIT Group ließ ein Führungswechsel aufhorchen und sorgte schon vorbörslich für deutliche Kursgewinne. Der mit Steuergeldern gerettete Mittelstandsfinanzierer hat mit John Thain den Ex-Chef der Investmentbank Merrill Lynch angeheuert, die inzwischen zur Bank of America gehört, um unter seiner Führung die Trendwende zu schaffen. "Das ist eine große Aufgabe, die er aber zweifellos meistern kann", kommentierte Marktstratege David Buik von BGC Partners in London. "Allerdings wird Thain gut mit dem Einlagensicherungsfonds FDIC zusammenarbeiten müssen und viele könnten der Meinung sein, es wäre besser gewesen, sämtliche ehemalige Manager von Merrill loszuwerden, auch wenn Thain nichts Konkretes vorgeworfen wird." Thains Vorgänger Jeffrey Peek war ebenfalls von der Investmentbank gekommen.

Die Anteilsscheine von Google und Walt Disney könnten ebenfalls einen Blick wert sein. Aus Kreisen war zu hören, ein Konsortium unter Führung des Unterhaltungskonzerns führe Gespräche über eine Beteiligung an Chinas größter digitaler Medien- und Werbegesellschaft. Dem Konsortium gehöre auch der Suchmaschinenbetreiber an, der jüngst wegen Hacker-Angriffen mit einem Rückzug vom chinesischen Markt gedroht hatte.

(APA/dpa-AFX)

 

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