Honda fürchtet Schaden durch Toyota-Debakel
Der Finanzchef des japanischen Autoherstellers Honda sieht die Pannenserie beim Rivalen Toyota mit gemischten Gefühlen. "Wenn Kunden Zweifel an der Qualität und Sicherheit hegen, dann würde das ein Problem für die ganze Branche", sagte Yoichi Hojo dem "Wall Street Journal" (Montag). Der ebenfalls japanische Autobauer Toyota muss gut 8 Millionen Autos weltweit wegen klemmender Gaspedale und gefährlich rutschender Fußmatten zurückrufen. Nun droht auch noch ein Rückruf wegen fehlerhafter Bremsen beim Hybrid-Verkaufsschlager Prius.
Insbesondere die US-Konkurrenz versucht Toyotas Lage auszunutzen und umwirbt die Kunden des weltgrößten Autoherstellers mit großzügigen Rabatten. Honda, das stellte Finanzchef Yoichi Hojo klar, werde keine extra Aktionen starten. Honda ist einer der schärfsten Rivalen Toyotas in Japan und Nordamerika.
Seine Rabatte will Honda dennoch kräftig aufstocken. So gewähren die Japaner statt 800 Dollar Nachlass im vorangegangenen Quartal nun 1.400 Dollar. "Der Wettbewerb bleibt hart", sagte der Honda-Finanzchef. Die jüngste Erholung des wichtigen US-Marktes sei vor allem wegen Großbestellungen von Firmen zustande gekommen, die klassischerweise aber weniger profitabel sind. Die Nachfrage von Einzelkunden sei weiter schwach.
Toyota hat unterdessen seine wegen klemmender Gaspedale ausgesetzte Produktion in mehreren Werken in Nordamerika wieder aufgenommen. "Alle Fabriken, die vom Produktionsstopp betroffen waren, haben wieder angefangen", sagte eine Firmensprecherin der Nachrichtenagentur AFP am Montag (Ortszeit). Nach dem Rückruf von weltweit mehr als acht Millionen Fahrzeugen wegen klemmender Gaspedale war am 1. Februar die Arbeit in fünf Werken Nordamerikas ausgesetzt worden.
(APA/dpa/AFP)
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