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Dialog-backdrop Australische Macquarie enttäuscht bei Gewinnprognose
Die Aktien der größten australischen Investmentbank Macquarie Group Ltd. sind am Dienstag an der Börse in Sydney unter Druck geraten. Macquarie hatte für das zweite Halbjahr einen Gewinn in Aussicht gestellt, der unter den Schätzungen der Analysten liegt. Daraufhin sank der Aktienkurs zeitweise über sieben Prozent. Es war der größte Kursrutsch seit mehr als acht Monaten. Macquarie erklärte am Dienstag, der Gewinn im zweiten Halbjahr bis Ende März werde gegenüber dem ersten Halbjahr um voraussichtlich zehn Prozent steigen. Der Wert deutet auf einen Halbjahresgewinn von 526,9 Mill. A$ (334,5 Mill. Euro) und verpasste die Schätzung der drei von Bloomberg befragten Analysten, die im Median mit 586 Mill. A$ gerechnet hatten. "Einige Investoren waren auf einen größeren Schub vorwärts eingestellt. Sie sind kurzfristig zufrieden, Positionen abzubauen", sagte Angus Gluskie, Fondsmanager bei White Funds Management Pty in Sydney. Die Bank hat im ersten Halbjahr einen Gewinn von 479 Mill. A$ erwirtschaftet. In ihrer Prognose für die Gewinnentwicklung im zweiten Halbjahr verwies sie darauf, diese sei abhängig von der Entwicklung an den Märkten. Erhebliche Schwankungen seien ebenso möglich wie unerwartete einmalige Sonderfaktoren. "Sie haben einen Gewinnausblick abgegeben, der mit einigen Vorbehalten versehen ist. Damit haben sie mehr Staub aufgewirbelt als Klarheit geschaffen, wie eine Mitteilung dieser Art sie geben sollte", sagte Prasad Patkar, Fondsmanager bei Platypus Asset Management in Sydney. In Australien, wo die Bank rund die Hälfte des Gewinns erzielt, hat die Aktienbenchmark A&P/ASX 200 in drei Quartalen hintereinander zugelegt. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, werden Unternehmen wahrscheinlicher Übernahmeversuche starten, was die Gebühren der Bank, die bei den Deals berät, steigern dürfte, so Peter Swan, Professor an der Wirtschaftsfakultät der University of New South Wales. "Es gibt immer zyklische Effekte. Fusionen und Übernahmen sind viel erfolgreicher, wenn die Investoren optimistischer eingestellt sind. Darauf vertraut Macquarie", so Swan weiter. Macquarie hat im letzten Jahr im Ausland Zukäufe im Umfang von 770 Mill. Dollar (561 Mill. Euro) getätigt. Unter dem Vorstandsvorsitzenden Nicholas Moore griff Macquarie unter anderem bei Sal. Oppenheim Jr. & Cie KGaA zu und übernahm Anfang Februar das Aktienhandels- und Researchgeschäft der deutschen Privatbank. Bereits im Dezember hatten die Australier den Oppenheim-Bereich für Aktienderivate und strukturierte Produkte erworben. Am Dienstag sagte Macquarie, der Abschluss weiterer Zukäufe werde das Angebot an Dienstleistungen weltweit komplettieren, ohne im Einzelnen auf den Gewinnbeitrag einzugehen. Ende Dezember wies Macquarie eine Eigenkapitalausstattung von 4,5 Mrd. A$ über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwert auf. "Es dürften noch ein paar Käufe folgen", sagte Hugh Dive, Fondsmanager bei Investors Mutual Ltd. in Sydney. Moore führe einen Balanceakt aus, indem er zukaufe und andererseits die Kapitalausstattung auf einem Niveau halte, das gegen Volatilität absichere, so Dive weiter. Analysten der Bank of America Merrill Lynch sehen die Gewinnaussichten der Bank mittelfristig positiv. Wenn sich die Übernahmen bezahlt machen, werde sich der Gewinn binnen zwei Jahren verdoppeln, weil die Einnahmen aus der Beratung bei Fusionen und Übernahmen klettern, heißt es in einem am 28. Jänner veröffentlichten Bericht von Bank of America Merrill Lynch. (Bloomberg) mehr Börse International…
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