Salzgitter steigert Auslastung und fährt Kurzarbeit zurück
Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter lastet seine Werke dank gestiegener Nachfrage wieder besser aus. Die Zahl der Mitarbeiter in Kurzarbeit sei im Februar konzernweit auf 2.300 von 3.000 im Jänner gesunken, sagte ein Firmensprecher auf Anfrage. "Die Auftragslage im Bereich Flachstahl hat sich stabilisiert." Derzeit würden 80 bis 85 Prozent der Kapazitäten für die Herstellung von Blechen etwa für die Autoindustrie ausgelastet. Stahlträger für die Bauindustrie sind hingegen angesichts des kalten Winterwetters weiterhin wenig gefragt. Die Auslastung betrage hier nur 70 Prozent. Im Geschäft mit Grobblech etwa für Windräder oder Schiffe sei die Nachfrage stabil. In diesem Segment sowie bei Flachstahlprodukten will Salzgitter gestiegene Rohstoffpreise an Kunden weiter geben.
Salzgitter hatte angesichts der in der Wirtschaftskrise eingebrochenen Nachfrage seine Werke vergangenes Jahr teilweise nur zur Hälfte ausgelastet. Zeitweise war jeder Dritte der rund 24.000 Beschäftigten in Kurzarbeit. Auf betriebsbedingte Kündigungen hat das Unternehmen anders als andere Stahlhersteller verzichtet. Rivale ThyssenKrupp hat hingegen zuletzt angekündigt, die Beschäftigtenzahl bis Ende September 2010 durch Umstrukturierungen und Verkäufe weltweit um rund 20.000 auf 167.000 zu senken.
(APA/Reuters)
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