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Internet Aktien: Die größten Web-IPOs aller Zeiten

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von Evelin Past | 03.02.2012 | 11:32

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Internet Aktien: Die größten Web-IPOs aller Zeiten

IPO. Der geplante Facebook-Börsengang ist der spektakulärste seit Jahren. Wir zeigen welche Börsenstars die IT-Branche bislang hervorbrachte.

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Fast jeder Investor träumt davon, mit einer Geldanlage im Silicon Valley reich zu werden. Der Facebook-Börsengang gibt Hoffnung.

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Chad Hurley (li.) und Steve Chen sind die Köpfe hinter dem Videoportal YouTube

Die größten IT IPOs

Facebook hat offiziell den Gang aufs Parkett beantragt und versetzt Investoren damit in Hochstimmug. Der Hype um Börsengänge von IT-Unternehmen hat schließlich Tradition. Schon Yahoo, Amazon und Ebay heizten die Gier der Anleger an.

Google, Yahoo und Ebay

Mit angepeilten Einnahmen von fünf Milliarden Dollar, wäre Facebook der größte Internet-Börsengang aller Zeiten. Zum Vergleich: Suchmaschinenprimus Google kam bei seinem Börsendebüt im Jahr 2004 auf Einnahmen von 1,7 Milliarden Dollar. Zusammen mit den Aktien, die bei den Alteigentümern verblieben, lag die Gesamtbewertung damals bei 23 Milliarden Dollar. Bis heute sind daraus immerhin 189 Milliarden Dollar geworden.

Das angeschlagene Internet-Urgestein Yahoo (Börsengang im Jahr 1996) kommt gerade noch auf knapp 20 Milliarden Dollar. Übrigens peilt Facebook Kreisen zu folge eine Börsenkapitalisierung zwischen 75 und 100 Milliarden Dollar an.

Auch der Internet-Boom in den 90er Jahren kann die Facebook-Hysterie nicht toppen: Der Online-Händler Ebay, eine Ikone des ersten Stunde, startete sein Börsendebüt im September 1998 mit einer Bewertung von 1,9 Milliarden Dollar. Amazon legte im Mai 1997 nur rund 440 Millionen Dollar vor.

Karrierenetzwerke - LinkedIn und Xing

Nach der Bubble sorgten, die jüngsten Aktienplatzierungen für Furore. So war etwa der 19. Mai 2011 ein besonderer Tag für die Internetwirtschaft: Erstmalig wagte sich in den USA mit LinkedIn ein Social Network an die Börse. Aus dem Ausgabepreis von 45 Dollar wurde schnell ein Kurs von 90, dann sogar von gut 122 Dollar. Damals war LinkedIn für kurze Zeit 12 Milliarden Dollar wert, mehr als zum Beispiel die Lufthansa. Die Deutschen waren mit dem Karriere-Portal Xing deutlich früher dran. Beim Börsengang im Dezember 2006 hieß das Internet-Kontaktnetz noch Open Business Club. Der Gang aufs Parkett fiel jedoch bescheidener aus als erwartet. Statt eines angepeilten Erlöses von 100 Millionen Euro brachte er lediglich 75 bis 95 Mio. Euro einbringen

Schnäppenportal und Online-Spiele

Das Schnäppchen-Portal Groupon hat bei seinem Börsengang im November 2011 rund 700 Millionen Dollar eingenommen. Die Nachfrage der Anleger war unerwartet hoch. Eine Aktie kostete bei Börsengang 20 Dollar. Groupon hatte zuvor mit einer Summe von 16 bis 18 Dollar kalkuliert. Das Unternehmen hat nach jüngsten Angaben insgesamt rund 140 Millionen registrierte Kunden.

Im Dezember folgte der Milliarden-Börsengang von Zynga. Das auf Online-Spiele spezialisierte Unternehmen, das mit Games wie "Farmville" oder "Cityville" vor allem auf der Facebook-Plattform zuhause ist, enttäuschende allerdings die Investoren. Die Zynga-Aktie konnte am ersten Tag nicht einmal den Ausgabepreis von zehn Dollar halten. Nach einem zwischenzeitlichen Tief unter acht Dollar hat sich das Papier inzwischen wieder über den Ausgabepreis gekämpft.

Desaster des Internet-Booms

Übrigens kann sich noch jemand an Webvan erinnern? Der Börsengang des Online-Supermarktes auf dem Höhepunkt des Dot-com-Booms wurde damals mit größter Spannung verfolgt. Bis zu 34 Dollar (26,2 Euro) war die Aktie des Unternehmens wert, doch schon im Jahr 2001 folgte der Absturz und die Einstellung des Geschäftes. Tausende Mitarbeiter verloren ihre Jobs.

Facebook hat heute eine deutlich bessere Ausgangssituation. Denn im Unterschied zu den Start-up Firmen der 90er Jahren, die Investoren regelmäßig über ihre Geschäfte informieren mussten, hat das Soziale Netzwerk mehr Freiraum- auch wenn es einen wachsenden Markt für Aktien des Unternehmens außerhalb der Börsen gibt.

 

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