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TUI vor Verkauf des Hapag-Lloyd-Anteils

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von Reuters/semp | 03.02.2012 | 14:13

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TUI vor Verkauf des Hapag-Lloyd-Anteils

Verkauf. Der Hamburger Reisekonzern will sich von seiner 38,4% Beteiligung an der Reederei Hapag-Lloyd trennen.

DPA

33 Prozent der Hapag-Lloyd sollen einen neuen Eigentümer bekommen.

Hamburg. In die Gespräche um den Verkauf der TUI-Anteile an Deutschlands größter Reederei Hapag-Lloyd kommt Bewegung: Der Reisekonzern aus Hannover ist bei seinen Verhandlungen mit den Miteignern, der Stadt Hamburg und dem Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne, offenbar vorangekommen.

"Wir befinden uns durchaus in guten Gesprächen", sagte ein TUI-Sprecher am Freitag. Deswegen habe man die Erarbeitung eines Wertgutachtens durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft um einen Monat auf Anfang März verschoben. Aus dem Verhandlungsumfeld hieß, eine Einigung noch im Februar sei möglich. 
  
Durch die Verschiebung des Gutachtens behalten die Parteien Spielraum für ihre Verhandlungen. Branchenkenner halten es für möglich, dass Hapag-Lloyd trotz der schwierigen Lage auf den Schifffahrtsmärkten wirtschaftlich besser dasteht als viele Konkurrenten und sich dies in einem höheren Wert der Anteile bemerkbar machen könnte.

Konzentration auf das Reisegeschäft

TUI hält noch 38,4 Prozent an der Containerlinienreederei und will sich von 33,3 Prozent trennen, um sich stärker auf das Tourismusgeschäft zu konzentrieren. Der Reisekonzern hatte seinen Anteil zu Jahresanfang zum Verkauf angedient und damit ein Verfahren in Gang gesetzt, um sich mit dem Albert-Ballin-Konsortium über den Verkaufspreis zu einigen.

Aus dem Verhandlungsumfeld sickerte nun durch, die Stadt Hamburg könne zusammen mit Kühne weitere gut 20 Prozent an der weltweit fünftgrößten Containerlinienreederei übernehmen. Finanzsenator Peter Tschentscher betonte im Gespräch mit Reuters allerdings, die Stadt sehe sich nicht unter Zeitdruck. Weder die Hansestadt noch Kühne verfügen über genug Geld, um das gesamte zum Verkauf angebotene 33-Prozent-Paket  zu übernehmen.   

Branchenkenner meinen, dass Hapag-Lloyd mit weltweit 6900 Beschäftigten trotz der schwierigen Lage auf den Schifffahrtsmärkten wirtschaftlich besser dasteht als viele Konkurrenten.

Hamburg ist daran interessiert, Hapag-Lloyd als eigenständige Reederei mit Sitz in der Hansestadt zu halten. "Ich zweifle derzeit nicht daran, dass wir eine positive Lösung für Hamburg finden werden," zitierte das "Hamburger Abendblatt" (Freitagausgabe) Karl Gernandt, der Verwaltungsratspräsident und enger Vertrauter von Kühne ist.

Die Gewerkschaft Verdi begrüßte die sich abzeichnende Einigung. Dadurch werde die Traditionsreederei mit ihren rund 2500 Beschäftigten an Land und auf See in Hamburg weiter an die Hansestadt gebunden, sagte Landeschef Wolfgang Rose.

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