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E.ON bleibt bei Desertec an Bord

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05.02.2012 | 12:05

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E.ON bleibt bei Desertec an Bord

Wüstenstrom. Der deutsche Energiekonzern steht weiterhin zu dem Wüstenstrom-Projekt und weist anderslautende Medienberichte zurück.

dpa

E.ON will bei Desertec nicht den Stecker ziehen

"Wir sind überzeugtes Gründungsmitglied von Desertec und halten den Aufbau einer Energieinfrastruktur in Nordafrika für die Region und Europa für sehr richtig", sagte ein E.ON-Sprecher am Samstag. E.ON habe eigens einen Mitarbeiter für das Desertec-Projekt DII abgestellt.
Die "Wirtschaftswoche" hatte zuvor unter Bezugnahme auf einen nicht namentlich genannten E.ON-Manager berichtet, der Versorger erwäge den Ausstieg aus dem Projekt wegen "Kompetenzgerangel" zwischen dem Desertec-Industrie-Konsortium DII und der Desertec Stiftung. Demnach entzündeten sich die Spannungen an den vor zwei Wochen veröffentlichten Solar-Plänen der Foundation in Tunesien, von denen die DII nicht informiert worden sei, berichtete das Magazin.

Stiftung versus Konsortium

Die Desertec Foundation ist eine zivilgesellschaftliche globale Initiative und wurde Anfang 2009 als gemeinnützige Stiftung gegründet. Wenige Monate später gründete sich das Konsortium DII. Gründungsmitglieder waren neben der Stiftung und E.ON RWE sowie unter anderem die Deutsche Bank, Siemens und der Versicherer Münchener Rück.
Den Desertec-Plänen zufolge soll Europa künftig einen Teil seines Stroms emissionsfrei in den Wüsten Nordafrikas gewinnen. Angestrebt wird, dort rund 15 Prozent des eigenen Bedarfs sowie einen erheblichen Teil des Verbrauchs in den Erzeugerländern zu produzieren. Die Initiative hat bis 2050 ein geschätztes Investitionsvolumen von 400 Milliarden Euro.

Ein erstes Mega-Kraftwerk ist in Marokko geplant und bereits in den Vorbereitungen weit fortgeschritten. Die Anlagen sollen auf einer zwölf Quadratkilometer großen Fläche aufgestellt werden und eine Kapazität von 500 Megawatt haben - etwa die Hälfte eines modernen Atomreaktors. Die Bundesregierung wie auch die Weltbank unterstützen das Projekt finanziell. Das Vorhaben soll bis zu zwei Milliarden Euro kosten.

(Reuters/ekh)

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