von Leo Himmelbauer | 07.02.2012 | 08:02
Megadeal steht: Glencore und Xstrata fusionieren
Fusion. Rohstoffhändler Glencore und der Metallkonzern Xstrata bündeln ihre Kräfte zu einem Unternehmen mit 90 Milliarden Pfund Börsewert. Mick Davis wird CEO.
Glencore-Chef Ivan Glasenberg
Schon der Börsegang des weltgrössen Rohstoffhändlers Glencore im Vorjahr war ein Ereignis. Nun kommt das, was seit längerem erwartet worden war. Der Schweizer Glencore-Konzern fusioniert mit dem Metallkonzern Xstrata, dessen Kernaktionär (34 Prozent) er schon war. Der Megadeal wurde am Dienstag offiziell bekanntgegeben. Das gemeinsame Unternehmen mit 90 Milliarden Dollar Börsewert soll von Xstrata-Chef Mick Davis geleitet werden, Glencore-Chef Ivan Glasenberg steht als Deputy CEO zur Seite.
Für jede Xstrata-Aktie gibt es 2,8 neue Glencore-Papiere. Das entspricht einer Prämie von 15,2 Prozent für die Xstrata-Aktie und bewertet Xstrata mit 39,1 Milliarden Pfund. An der neuen Gesellschaft halten die bisherigen Xstrata-Aktionäre (ausserhalb Glencore) 45 Prozent. Der gemeinsame Umsatz soll heuer 209 Milliarden Dollar betragen, der Gewinn soll 11,2 Milliarden Dollar betragen. 2011 hat Xstrata den Gewinn von 4,7 auf 5,7 Milliarden Dollar verbessert. Glencore wird 2011 den Gewinn auf 4,4 Milliarden Dollar steigern.
Der neue Konzern soll die ganze Wertschöpfungskette im Rohstoffgeschäft abdecken, vom Abbau bis zum Transport und Verkauf der Bergbauprodukte. Die Gruppe wird weltweit vertreten sein und und will verstärkt in die derzeit wichtigen Abbauregionen wie den afrikanischen Kupfergürtel, Kasachstan und Südamerika investieren.
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