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Schluss mit lustig - kein Boni-Reigen für Asiens Banker

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14.02.2012 | 17:20

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Schluss mit lustig - kein Boni-Reigen für Asiens Banker

Statt fetter Bonuszahlungen kommen auf viele Banker sogar Gehaltskürzungen zu. Besonders deutlich dürften diese bei Investmentbankern ausfallen, da diese am Besten bezahlt werden.

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In Asien werden viele Banker sogar Einkommensverluste hinnehmen müssen

Viele Banker müssen wohl komplett auf Zusatzzahlungen verzichten; selbst Top-Managern droht wegen der dümpelnden Kapitalmarktgeschäfte bestenfalls ein konstantes Einkommen. In Asien könnten die Zahlungen für das vergangene Jahr sogar im Durchschnitt um 30 bis 40 Prozent zurückgehen, berichteten Personalfirmen und Banker der Nachrichtenagentur Reuters.
"Bei uns heißt es schon intern: Ein konstantes Einkommen ist die neue Gehaltserhöhung", scherzt der in Hongkong ansässige stellvertretende Chef einer US-Investmentbank. Citigroup bezahle den Mitarbeitern, die institutionelle Anleger betreuen, im Durchschnitt 30 Prozent weniger, sagte ein Personalvermittler für Führungskräfte. Bei einer für Asien zuständigen Abteilung des Bankhauses Credit Suisse erhält demnach sogar jeder zweite Angestellte keinen Bonus. Nur sechs Leistungsträger bekommen dem Headhunter zufolge mehr Geld, die Übrigen müssen mit 30 bis 40 Prozent weniger zurechtkommen. Ähnlich sieht es demnach bei einer für den asiatischen Raum zuständigen Abteilung bei Morgan Stanley aus. Die Institute wollten sich zu diesen Angaben offiziell nicht äußern.

Die Boni würden in Asien so deutlich zusammengestrichen, weil die Einnahmen dort hinter den Erwartungen zurückblieben und Bankchefs nicht mehr bereit seien, in Europa oder den USA verdientes Geld in die Expansion der Region zu pumpen, berichteten Banker.
Ferraris und Rolex-Uhren, die in Asien im Februar dank des jährlichen Boni-Reigens in den Banken eigentlich Hochkonjunktur haben werden nach dem zumindest vorübergehenden Wegbrechen dieser Kundengruppe in diesem Jahr weniger gefragt sein.

Doch nicht nur in asiatischen Ländern wird es dieser Tage beim Blick auf den Kontoauszug lange Gesichter geben: Auch die Deutsche Bank hat in diesem Jahr ihre Bonuszahlung bei 200.000 Euro gedeckelt, wie Reuters vor wenigen Tagen erfahren hatte.
Eine Bonusschranke zog - neben weiteren Instituten - zudem die staatlich gestützte Royal Bank of Scotland ein. Damit reagieren die Geldhäuser in Europa auf Forderungen der Regulierer, die in überzogenen Prämien und damit verbundenen Fehlanreizen eine der Ursachen für die Finanzkrise sehen. Wegen der flauen Kapitalmarktgeschäfte sind die Boni im vergangenen Jahr bereits branchenweit gesunken.

(Reuters/ekh)

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