von Reuters/past | 27.01.2012 | 15:00
Stellenabbau bei Job-Börse monster.com
Sparprogramm. Der Betreiber der Karriere-Plattorm monster.com will nach einem schwachen vierten Quartal 400 Arbeitsplätze streichen.
Normalerweise gibt monster.com Karrieretipps wie "Sparen statt Kündigen" - nun ist die Jobbörse selbst vom Stellenabbau betroffen.
Auch die Vermittler von Arbeitsplätzen leiden unter der Wirtschaftskrise. Der international operierende Konzern TMP Worldwide, Betreiber des Online-Job-Portals monster.com und HotJobs, machte im vierten Quartal weniger Gewinn als erwartet und schraubte die Aussichten für das laufende Jahr nach unten. Zudem kündigte das Unternehmen ein umfangreiches Sparprogramm an.
Demnach lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 250 Millionen Dollar unter dem Vorjahreswert von 255,1 Millionen Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Anstieg auf 10,9 Millionen Dollar bzw. 9 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 0,50 Millionen Dollar bzw. einem Break-Even-Ergebnis je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um restrukturierungsbedingte Einmaleffekte wurde im Berichtszeitraum ein Gewinn von 11 Cents je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 12 Cents bei Umsatzerlösen von 258,9 Millionen Dollar erwartet.
Konzern will 100 Millionen Dollar sparen
Für das erste Quartal erwartet der Konzern einen Umsatzrückgang von 3 bis 7 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert von 253 Millionen Dollar. Beim Gewinn je Aktie wird ein Wert im Bereich von 0 bis 4 Cents je Aktie erwartet. Analysten gehen für das erste Quartal von einem EPS von 9 Cents und einem Umsatz von 262,4 Millionen Dollar aus.
Im Anschluss kündigte der Konzern eine Reihe von Sparmaßnahmen an, die unter anderem den Abbau von weltweit 400 Mitarbeitern beinhalten. Davon erhofft man sich jährliche Einsparungen von 100 Millionen Dollar. "Das vierte Quartal 2011 hat sich schlechter entwickelt, als noch im Jahr zuvor", sagt Monster CEO Sal Iannuzzi im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. „Aber die Situation unterscheidet sich deutlich vom Krisenjahr 2008." Ob die Mitarbeiter, die ihre Jobs verlieren ähnlich fühlen ist fraglich.
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