von Leo Himmelbauer | 08.02.2012 | 13:36
UniCredit nennt Gerüchte über HVB-Verkauf "völlig haltlos"
UniCredit-Präsident Dieter Rampl
UniCredit sondiert angeblich Markt für Verkauf der HypoVereinsbank. Mit dieser Meldung liess am Dienstag Abend der renommierte Börsen-Informationsdienst Platow Brief aufhorchen. Die italienische Grossbank, bei der Ex-HVB-Chef Dieter Rampl den Aufsichtsrat leitet, habe möglicherweise vor kurzem mehrere Banken in Deutschland angesprochen, darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank. Mit einem Verkauf der HVB wolle die UniCredit womöglich Spekulationen über ihren Kapitalbedarf aus der Welt schaffen und sich stärker auf Italien und Osteuropa konzentrieren, heisst es unter Berufung auf Spekulationen in der Finanzwelt.
Zu Mittag reagierte dann die italienische Grossbank. Eine Sprecherin bezeichnete die Gerüchte als "völlig haltlos". Deutschland gehöre zum Kerngeschäft der Bank.
Die HVB, einst Mutter der Bank Austria, sieht sich innerhalb der UniCredit-Gruppe als "Fels in der Brandung", so CEO Theodor Weimer im vergangenen November, als UniCredit-Chef Federico Ghizzoni reinen Tisch machte und für das dritte Quartal 2011 einen durch Abschreibungen bedingten Verlust von über zehn Milliarden € präsentierte. Die HVB schrieb im Quartal Juli bis September einen Verlust von 94 Millionen €, konnte aber gute Zahlen für die ersten Monate vorlegen. Das Ergebnis vor Steuern war um 18,3 Prozent auf 1,993 Milliarden € gestiegen. Nach Steuern stieg der Konzernüberschuss gegenüber dem Vorjahreswert um 7,6 Prozent auf 1,226 Milliarden €.
Anders als die UniCredit, die eine Milliarden schwer Kapitalerhöhung brauchte, hat die rund 20.000 Mitarbeiter zählende HVB Group eine solide Finanzierungsstruktur. Die Core Tier 1 Ratio gemäß Basel II betrug per 30. September 2011 mit 16,9 Prozent.
2 Kommentare
IT wird vergessen
Die IT der HVB und der Unicredit sind seit Eurosig so stark verzahnt, dass es ein immenser Aufwand wäre dies wieder zu trennen. Das macht keiner mit.
Von Gast: Gast: SH-IT am 10.02.2012 um 08:45
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Faktor 1000 daneben, macht ja nix...
Die 94 Milliarden sind in Wahrheit 94 *Millionen* gewesen!
Von Gast: Gast: Simbacher Hofbräumeister am 08.02.2012 um 12:57
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