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NLB droht außerordentliche Verwaltung

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07.02.2012 | 15:15

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NLB droht außerordentliche Verwaltung

Der größten slowenischen Bank, der Nova Ljubljanska Banka (NLB), soll einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Finance" zufolge vor einer außerordentlichen Verwaltung durch die slowenische Notenbank stehen.

Die Notenbank soll diese Maßnahme zur Stabilisierung der Großbank ernsthaft erwägen, schreibt die Zeitung am Dienstag mit Berufung auf nicht genannte Quellen. Aus der Notenbank gab es dazu keinen Kommentar.
Auf die NLB fällt mehr als die Hälfte des Gesamtverlustes des slowenischen Bankensektors, der im Vorjahr ein Minus von 400 Mio. Euro eingefahren hat. Die teilstaatliche NLB hatte im Vorjahr laut "Finance" einen Rekordverlust von 220 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Minus von 203 Mio. Euro im 2010.

Die Probleme der Bank reißen nicht ab. Die NLB braucht eine Kapitalspritze von rund 400 Mio. Euro für die Einrichtung des zusätzlichen Kapitalpuffers. Die Notenbank setzte zunächst die Frist dazu bis Jahresende 2011 und verlängerte sie später auf Ende März. Die NLB hat im Vorjahr den europäischen Stresstest nur knapp bestanden. Laut der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) braucht sie eine Kapitalerhöhung von mindestens 320 Mio. Euro für die Aufstockung ihres harten Kernkapitals auf 9 Prozent.

Vorstandsposten vakant

Darüber hinaus muss die NLB Bank auch einen neuen Vorstandschef finden. Bozo Jasovic, der die Bank seit 2009 führte, ist im vergangenen Dezember von seinem Posten zurückgetreten. Der Grund waren Verwicklungen um den Verkauf des 10-Prozent-Anteils an der Handelskette Mercator, der im Rahmen eines Verkaufskonsortiums an den kroatischen Konkurrenten Agrokor verkauft werden soll. Der NLB-Vorstand will den Mercator-Anteil loswerden, doch die scheidende Regierung von Borut Pahor widersetze sich. Vergangene Woche war auch ein Vorstandsmitglied zurückgetreten, sodass im fünfköpfigen Vorstand zwei Posten vakant sind.

Entscheidungsvakuum

Eine außerordentliche Verwaltung sei eine der letzten gesetzlich möglichen Maßnahmen zur Stabilisierung der NLB, schreibt die Zeitung. Die Notenbank befürchtet, dass die Bankeigentümer - die größten sind der slowenische Staat mit 45,6 Prozent und die belgische Bank KBC mit 25 Prozent - in der kurzen Zeit weder die Kapitalerhöhung noch die Neubesetzung des Vorstands durchsetzen können. Vor allem die Kapitalspritze ist ungewiss, da die künftige Mitte-Rechts-Regierung versprochen hat keine Budgetmittel mehr für die NLB freizugeben und will stattdessen nach Investoren suchen.

(APA)

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