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Dialog-backdrop 253 Millionen Euro Verlust sind an der Börse nicht so wichtigBilanz. Noch schlimmer als befürchtet: Die Telekom Austria schließt 2011 mit einem Verlust von mehr als einer Viertel Milliarde Euro ab. Eine Dividende gibt es trotzdem. Und die Aktie zieht an. Wien. Hochrechnungen und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander, nicht nur bei Wahlen: 200 Millionen € Jahresverlust waren kolportiert worden. Letzte Analystenberechnungen gingen von lediglich 59 Millionen Verlust aus. Doch was Telekom Austria-Chef Hannes Ametsreiter zu vermelden hatte, ist weit schlimmer: Der Konzern hat im Schlussquartal des Vorjahres einen Verlust von 321,5 Millionen € verbucht, sechs Mal so viel wie im Vergleichszeitraum 2010. Der Jahresverlust für 2011 beträgt demnach 252,8 Millionen € nach noch 195 Millionen € Gewinn im Jahr zuvor. Doch an der Börse stört das niemanden. Hohe Verluste waren eingepreist. Die Aussicht, dass die Telekom heuer Gewinne schreiben könnte, wiegen mehr. Und dann ist da noch Investor Ronny Pecik, der sich auf mehr als 20 Prozent hochgekauft hat. Mit dem ägyptischen Milliardär Naguib Sawiris an der Seite könnte Pecik dem Konzern ein neues Gesicht verpassen. Sawiris will, wie das Magazin News berichtet, in den Aufsichtsrat der Telekom einziehen und das Unternehmen strategisch führen. Jedenfalls: Die Aktie legt am Donnerstag gegen den Branchentrend zu. Die Zugewinne betragen am Nachmittag knapp drei Prozent. Das ist am Donnerstag der Spitzenwert im europäischen Telekomsektor. 3,9 Milliarden € Börsewert sind erreicht. Zum Vergleich: Die Deutsche Telekom, nach ebenfalls enttäuschenden Jahresergebnissen mit mehr als drei Prozent im Minus, hält bei einem Börsewert von 37,6 Milliarden €. Das Jahr sei zum Abhaken, meint Finanzvorstand Hans Tschuden, dessen Vertrag am Mittwoch um zunächst drei Jahre verlängert worden war. An der Börse wird das auch so gesehen, denn die Aktie fällt nicht, wie üblicherweise bei überaus hohen Verlusten, sondern zieht um mehr als zwei Prozent an. Die weiteren Eckdaten der Telekom Austria 2011: Der Umsatz fiel um 4,2 Prozent auf 4,455 Milliarden €, das Betriebsergebnis im Gesamtjahr brach von 438 auf minus 7,6 Millionen € ein (minus 216,4 Millionen € im Schlussquartal). der Verlust je Aktie beträgt 57 Cent. Dennoch wird eine Dividende bezahlt. Zwar nicht 76 Cent, wie noch vor dem Einstieg des Investors Ronny Pecik noch geplant war, sondern nur 38 Cent. Die Ausschüttung kommt aus dem Free Casflow. Er ist (je Aktie) im Vorjahr von 1,46 auf 1,08 € zurückgegangen. Anders: von 634 auf 479 Millionen €. Ametsreiter: Kerngesund "Das operative Ergebnis ist kerngesund", meinte am Ametsreiter bei der Präsentation der Jahresergebnisses 2011. Für 2013 zeigte er sich "zuversichtlich, die operative Performance zu steigern". Der Ausblick berücksichtigt aber keine "Effekte der inflationsbedingten Rechnungslegung in Weißrussland". Ametsreiter versicherte, das "New Ambition Programm" der Telekom (A1) werde bis 2013 einen positiven Betrag von 130 Millionen € leisten. 3,38 Milliarden Nettoverschuldung Die Nettoverschuldung des Konzerns beträgt 3,38 Milliarden €. Ametsreiter stellt für heuer einen weiteren Umsatzrückgang auf 4,4 Milliarden € in Aussicht. Das bereinigte EBITDA soll rund 1,5 Milliarden € ausmachen. Im Vorjahr war es um 7,2 Prozent auf 1,527 Milliarden € gesunken. Ametsreiter geht von Anlagenzugängen in der Höhe von ungefähr 0,75 Milliarden € aus, worin keine Investitionen in Lizenzen oder den Erwerb von zusätzlichen Frequenzen enthalten sind. Im primären Fokus bleibt der operative Free Cashflow, der sich auf ungefähr 0,75 Milliarden € belaufen soll. Auf für 2012 soll es wieder eine Dividende von 38 Cent geben.
Was im Vorjahr zu verdauen war: Im Segment Österreich wurde ein Restrukturierungsaufwand in Höhe von 233,7 Millionen € für Personalabbau verbucht. Das Segment Bulgarien umfasste einen Wertminderungsaufwand für einen Markenamen in Höhe von 19,3 Millionen €. Durch die Anwendung von Rechnungslegung für Hochinflationsländer wurden die nicht monetären Vermögenswerte von velcom aufgewertet, was zu Abschreibungen von 279,0 Millionen € im Segment Weißrussland führte. Rückäufiges EBITDA Die Telekom setzte im Vorjahr in Österreich 2,94 Milliarden € um (minus vier Prozent). In Bulgarien fielen die Erlöse um 6,5 Prozent auf 527,7 Millionen €, in Kroatien um 6,9 Prozent auf 402,7 Millionen €, in Weissrussland um 24,1 Prozent auf 206,9 Millionen €. Das bereinigte EBITDA war in allen Hauptmärkten rückläufig (in Österreich um 5,8 Prozent am moderatesten). Das Betriebsergebnis fiel in Österreich um 42,3 Prozent auf 129,7 Millionen €, in Bulgarien um 66 Prozent, in Kroatien um 18 Prozent. In Weissrussland drehte es von plus 73,4 auf minus 255,2 Millionen €. Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Börse Wien…
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10 Kommentare
bravo
hauptsache: kohle wird den parteien nachgeschmissen.
und manager kriegen ordentlich boni
Von Gast: Gast: gast am 23.02.2012 um 10:57
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Porträt von Ronny Pecik
http://www.format.at/articles/1208/525/319972/ich-maximum
Von Gast: Gast: Oerlikon am 23.02.2012 um 10:09
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Das Unternehmen wurde schon ausgeraubt, jetzt wollen die auch noch eine Dividende auf Verluste bezahlen?
Da wurde in den letzten Jahren einfach zuviel Verwirtschaftet und viele Strukturen stimmen nicht.
Das schaut dann, wenn man sich das Eigenkapital (also die Substanz) der Telekom anschaut, so aus:
Eigenkapital der Telekom:
2007: 2.565 Mio. Euro
2008: 2.155
2009: 1.614
2010: 1.477
Unter Berücksichtigung der Teuerungsrate haben die Parteibonzenmanager etwa 50% des Eigenkapitals dieses Unternehmens verwirtschaftet, bzw. ausgeraubt.
Ende 2010 hatte das Unternehmen schon Verbindlichkeiten von 6.000 Mio. Euro. Wenn es zur Dividendenzahlung kommt, dann wird diese Dividende aus Schulden bezahlt, das Unternehmen selbst also noch mehr ausgeraubt.
Die, für ein börsennotiertes Unternehmen, lächerliche Eigenkapitalquote von unter 20% wird also noch schlechter werden. Das Unternehmen wird immer mehr beschädigt und scheint gezielt abgewirtschaftet zu werden.
Wer stoppt die Versager bei den Staatsunternehmen, also die deppaten Parteibonzen?
Von Gast: Gast: ET am 23.02.2012 um 09:16
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Verluste im Osten nichts Neues
Eigenartig, seit ca. 2 Jahren gab es keine einzige Meldung von einem österreichischen Unternehmen, welches in Osteuropa gut verdient hat. Dafür aber regelmäßig Berichte über hohe Verluste. Trotzdem wird es auch weiterhin Leute geben die behaupten, Osteuropa wäre DER Markt für österreichische Firmen. Diese Leute behaupten vermutlich auch, das Gras auf der Wiese sei blau. Und vermutlich die gleichen sind auch der Überzeugung, die Milliardenzahlungen an Griechenland seien notwendig oder die EU sei so toll für Österreich. Erkennt endlich die Realität!!!
Von Gast: Gast: rage am 23.02.2012 um 08:27
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Re: Eine Hand wäscht die andere
Kroatien und Weißrussland sind nicht in der EU. Außerdem ist Weißrussland ein höchst korruptes Risikoland, wo die Wirtschaft und alle ohne Ausnahme Verläufe im weissrussländischen Wirtschaftsraum, inkl. Verteilung von egalwelchen Investitionen von außen, von einem Clan kontrolliert und verwaltet. Oder glauben Sie, das österreichische Management (ich kann vermuten, es besteht aus den gebührtigen Österreichern) naiv und nicht profitorientiert sind? Noch etwas: vergessen Sie nicht, dass einmal vor dem Eintritt von Österreich in die EU, was das Öster. auch ein Land vom Osten. Hätte man damals dann auch lediglich aus dem geographischem Prinzip in das Land nicht investiern sollen? Im Internet finden Sie bestimmt mehr information über Investitionen der Eu, vor allem Infrastruktur, in das Land.
Von Gast: Gast: Helen am 23.02.2012 um 10:11
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Re: lesen schadet nicht
lesen sie die geschäftsberichte der rbi
Von Gast: Gast: danielkoinegg am 23.02.2012 um 09:04
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Re: Re: Muahahaha, die Illusion der schwarzen Kommunisten, am Papier, ist doch nur ein Scherz, oder?
"Hohe Bewertungsgewinne" gab es insbesondere im vierten Quartal bei Teilen der eigenen Emissionen. Auch das Bewertungsergebnis von Derivaten brachte nach Bankangaben positive Effekte. Diese zwei Positionen führten zu einem Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten und so genannten designierten Verbindlichkeiten in Höhe von 413 Mio. Euro.
Da kommen also schon mal 50% des "Gewinnes" aus komischen Bewertungen!
Was ist mit der Bewertung der Töchter in den anderen Ostländern. In Ungarn hat die Erst auf Null abgeschrieben, andere int. Banken in den anderen Ländern auch ordentlich?
Die Lage mit den NPL kann man sich dann ja noch in der Bilanz anschauen, wahrscheinlich aber auch nur die offizialisierte Version, nach Umschuldungen und Stundungen, sehen.
Ich würde meinen, dass die RBI mit allen Trick versucht hat einen hohen Gewinn zu zeigen. Das kommt daher, weil das Eigenkapital innerhalb der nächsten Monate besser dargestellt werden muss.
Von Gast: Gast: ET am 23.02.2012 um 09:48
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Re: Re: Re: was bitte
ist an einer bewertung zu marktpreisen (die übrigens schon 2007 gewählt wurde) und nach internationalen standards rechtens ist, komisch?
eine abwertung verschiedener anderer ost-töchter ist nicht notwendig, da diese selbst gegründet und nicht gekauft wurden - im gegensatz zur erste group
was die npl angeht - was ist an einer umschuldung/stundung schlecht, wenn diese zu einer - wenn auch verspäteten - rückzahlung der kredite führt, die sonst zur gänze ausfallen würde
es zahlt sich aus, selbst zu denken und nicht einfach eine vorgefasste meinung aus einer zeitung zu übernehmen und dann in einer anderen zeitung zu verbreiten - das ist überflüssig
Von Gast: Gast: dk am 23.02.2012 um 12:19
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Re: Re: Re: Re: Kann ich Ihnen schon erklären!
Bewertung zu Marktpreisen:
Sorgfältige Kaufleute, wie das Gesetz auch vorschreibt, die würden Risikopapiere niemals zum vollen Marktwert in die Bücher nehmen, sondern Risikovorsorgen machen.
Bewertung / Abwertung von Osttöchtern
Auch wenn die Organisationseinheiten selber gegründet wurden, so finden sich in den Büchern viele assets, welche gar nicht mehr vorhanden sind. Eine korrekte Bewertung wäre auf jeden Fall notwendig, wurde aber nicht gemacht.
NPLs
Diese Umschuldungen / Stundungen führen doch nicht zu einer besseren Zahlungsfähigkeit der Schuldner, nur zu einer besseren Darstellung des Risikos (Rückstellung wurden auch gleich um weitere 10% zurückgenommen). Die Stundungen führen, in den meisten Fällen, nur dazu, dass das Problem des Ausfalles später kommt. Das ist eine falsche Vorgangweise und gegen das Unternehmen selbst gerichtet.
Offensichtlich leben Sie auch in der selbstgebastelten Illusion der RBI. Wenn es Ihnen dabei besser geht, dann ist es OK.
Von Gast: Gast: ET am 23.02.2012 um 12:45
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Re: Re: Re: Re: Re: Noch eine Zusammenfassung der Fehler der schwarzen Kommunisten, welche Kapitalisten spielen!
Betrachtet man die Geschäftspraktiken der RBI auf Basis der Bilanzsumme (Vermögenswerte!) dann müsste man mind. 20% der Bilanzsumme als "Gefährdet" einstufen. Die eventuell vorhandenen "Sicherheiten" der Schuldner sind dabei schon berücksichtigt. Es geht also um etwa 25 Mrd. an fragwürdigen assets.
Diesen Ausfallsrisiko stehen aber nur Rückstellungen von etwa 5 Mrd. Euro gegenüber. Auch das nominelle Eigenkapital von 10,4 Mrd. Euro kann es nicht abdecken.
Die RBI hatte, Ende 2010, gesamte Verbindlichkeiten von 120,7 Mrd. Euro. Die werden irgendwann zu decken sein. Was, wenn die assets teilweise nicht werthaltig sind?
Dazu kommt noch, dass die Geschäftszahlen durch massiven Kapitaleinsatz / Haftungseinsatz der Steuerzahler noch geschönt sind.
Es ist nur eine Show- und Propagandabilanz. Der Treichl hat das Problem bei den Bankbilanzen auch Ende 2011 erkannt und die notwendigen Reinigungsprozesse eingeleitet. Stepic und seine Parteibonzenfreunde stehen noch immer daneben!
Von Gast: Gast: ET am 23.02.2012 um 13:13
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