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Auch Lufthansa-Chef Mayrhuber will die AUA nicht unbedingt

10.09.2008 | 15:18 | Leo Himmelbauer/APA (wirtschaftsblatt.at)

Die Lufthansa würde die AUA nicht kaufen, nur um andere Bieter am Einstieg zu hindern. Das sagte Chef Wolfgang Mayrhofer am Mittwoch in Wien. Was sagt Alfred Ötsch? Die Kapitalerhöhung sei ein Erfolg gewesen.

"Wenn wir nichts falsch machen, wird die Lufthansa als Verbundunternehmen der Airline-Industrie künftig eine tragende Rolle spielen", sagte Wolfgang Mayrhuber, Auslandsösterreicher und Vorstandschef der deutschen Lufthansa, am Mittwoch bei einer Tagung in Wien. Daraus abzuleiten, dass die Lufthansa unbedingt bei der AUA einsteigen wolle, ist allerdings nicht möglich. Es sei ihm egal, ob er nach England oder Österreich expandiere. "Wir haben nicht den Tunnelblick in eine Richtung", so Mayrhofer. Man wolle die AUA nicht kaufen, nur um zu verhindern, dass andere Bieter zum Zug kommen. Er gab zu bedenken, dass die Lufthansa von allen potenziellen Käufern die meisten Überlappungen mit der AUA habe, deren Mitarbeiter aber genau so einen Käufer nicht wollen.

Mayrhuber nahm zusammen mit mehreren Dutzend Managern an einem Luftfahrtsymposion der Austrian Aviation Association (AAA) teil, die vom früheren AUA-Chef Mario Rehulka geleitet wurde. AUA-Chef Alfred Ötsch ließ bei der Tagung mit der Meldung aufhochen, daß die Kapitalerhöhung ein Erfolg war. Wie viele Aktien gezeichnet wurden, sagte er freilich nicht. Auch erwähnte er Journalisten gegenüber, daß er seinen bis 2011 laufenden Vorstandsvertrag erfüllen möchte.

Flughafen Wien-Vorstand Herbert Kaufmann hat höchstes Interesse an einer erfolgreichen Privatisierung der Austrian Airlines (AUA), lässt offiziell allerdings keine Präferenz durchblicken. "Das Entscheidende ist, dass der Wiener Flughafen Gateway nach Osteuropa ist." Wien könne diese Funktion nur erhalten, "wenn es einen Home-Carrier und ein entsprechendes Hubsystem gibt", sagte Kaufmann bei der Flugtagung.

Während trotz aktueller Probleme die Airlines langfristig auf Expansionskurs seien, gibt es in der Luftfahrt eine "wirkliche Knappheit, die Pistenkapatzitäten." Hier könne der Flughafen Wien mit einer Besonderheit aufwarten - der geplanten dritten Landepiste, warb Kaufmann. Für sie wird für Mitte 2009 die behördlich Genehmigung erwartet. Nach einem positiv abgeschlossenen Mediationsverfahren rechnet Kaufmann damit, die ursprünglich 200 bis 300 wegen des Fluglärms protestierenden Anrainer zufrieden stellen zu können.

 


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