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OMV investiert verstärkt in Gas-Kraftwerke

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16.09.2009 | 13:40

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OMV investiert verstärkt in Gas-Kraftwerke

WB/Ruttenstorfer

OMV-Wolfgang Ruttenstorfer

Der OMV-Konzern wird künftig verstärkt in die Erdgas-Förderung und Gaskraftwerke investieren, um die Wertschöpfungskette von fossilen Energieträgern in Richtung Strom auszubauen. Dies kündigte Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer am Mittwoch bei der Verbund-Tagung "energy2020" in Fuschl (Salzburg) an.

In Refining & Marketing (R&M) verdiene man zu wenig, räumte Ruttenstorfer ein, daher investiere man primär in Exploration & Produktion (E&P), den wichtigsten Ergebnisbringer, sowie in den Gassektor. Wie berichtet plant die OMV zunächst für 1,5 Mrd. Euro mehrere Gaskraftwerke in Rumänien, der Türkei und Bayern.

Als größte Herausforderungen der Zukunft für Europa im Energiesektor bezeichnete Ruttenstorfer eine Verringerung der an sich steigenden Importabhängigkeit, eine Diversifizierung der Lieferwege vor allem bei Gas - Stichwort Nabucco-Pipeline - sowie eine Steigerung der Energieeffizienz. Derzeit decke Europa seinen Erdgasbedarf zu 26 Prozent aus Russland, davon kämen 90 Prozent über das Territorium der Ukraine. Anfang des Jahres hatte der Gasstreit der beiden Länder einen 13-tätigen Lieferausfall bei Russland-Gas bewirkt.

Mit einer Erhöhung der Ausbeutegrade könnten die Weltöl- und -gasreserven bedeutend gestreckt werden, so der OMV-Chef. Derzeit liege der Faktor weltweit bei 30 Prozent, ein Prozentpunkt mehr könnte die Versorgung um ein Jahr bei Gas und um zwei Jahre bei Öl verlängern. Global wären 50 Prozent möglich, teils sogar 70 Prozent, Österreich könnte von 33 auf 40 Prozent zulegen.

Für den Klimaschutz werden die CO2-Emissionen weltweit sinken müssen und in Europa praktisch eliminiert werden, so Ruttenstorfer in seinem Ausblick auf die nächsten Jahrzehnte: "Dabei geht es um grundsätzliche Änderungen unseres Lebenssystems. Wie das politisch vermittelt wird, wird noch ganz ganz spannend werden", so der OMV-Chef. Zur Steigerung der Energieeffizienz werde auch Europa in Zukunft Beiträge leisten müssen, wiewohl der größte Teil des Potenzials in anderen Regionen liege.

(APA)

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