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Was Analysten bei Raiffeisen, Telekom und MMK erwarten

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von Leo Himmelbauer | 11.11.2009 | 07:40

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Was Analysten bei Raiffeisen, Telekom und MMK erwarten

Ob sich bei Raiffeisen International im dritten Quartal ausgeht? Österreichische Analysten hoffen es, internationale bezweifeln es.

APA/Hans Klaus Techt

RI-Boss Herbert Stepic

Nach einem - aus österreichischer Sicht - relativ ruhigen Zahlen-Mittwoch ist am Donnerstag für Spannung gesorgt. Mit Raiffeisen International, Telekom Austria und Mayr-Melnhof Karton präsentieren gleich drei ATX-Unternehmen ist Ergebnisse für das dritte Quartal. Am unspektakulärsten wird wohl, was MMK-Chef Willi Hörmanseder zu verkünden hat. Das Unternehmen ist mit seinen zwei Divisionen in unzähligen Teilmärkten tätig. Da lassen sich krisenbedingte Schwankungen relativ gut austarieren, wenn man seine eigene Sache im Griff hat. Heimische Analysten erwarten deshalb für MMK trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs unterm Strich einen stabilen Nettogewinn.

Im Schnitt prognostizieren die Experten der Erste Group, Raiffeisen Centrobank (RCB) und UniCredit für die ersten neun Monate einen Umsatzrückgang von 12,9 Prozent auf 1,18 Milliarden €. Das Betriebsergebnis soll um 5,6 Prozent auf auf 104,7 Millionen €. Unterm Strich dürfte ein Nettogewinn von 76,2 Millionen € bleiben, minus 0,7 Prozent.

Auch die Telekom Austria sollte - so die Analysten - in den ersten neun Monaten des Jahres relativ gut über die Runden gekommen sein. CEO Hannes Ametsreiter dürfte einstellige Rückgänge bei Umsatz (3,646 Milliarden €, minus 5,6 Prozent), EBIT (633 Millionen €, minus 2,9 Prozent) und Nettogewinn (373 Millionen €, minus vier Prozent) melden. Das dritte Quartal dürfte laut Erste Group-Analystin Vera Sutedja keine Verbesserung zum Vorquartal bringen. Der Mobilfunksektor dürfte von den gefallenen Mobilterminierungsentgelten, den EU-Roamingtarifsenkungen und dem fallenden Volumen in Bulgarien belastet werden.

1,247 Milliarden € Umsatz im dritten Quartal - so lautet der Konsens von zehn Analysten-Schätzungen laut Bloomberg. Das Quartals-EBIT wird mit 226,6 Millionen € erwartet, der Periodengewinn mit 128,5 Millionen € - macht 0,288 € je Aktie - dem stehen 0,37 € je Aktie in Q3 des Vorjahres gegenüber.

Wenig Erbauliches wird Herbert Stepic, Chef von Raiffeisen International, zu vermelden haben. Analysten von Erste Group und UniCredit gehen davon aus, dass im dritten Quartal der Zinsüberschuss um 13,4 Prozent auf 731 Millionen € gefallen ist, der Vorsteuergewinn aber gleich um knapp 85 Prozent auf 63,8 Millionen € und dass ein Gewinn zwischen von 42,8 bzw. 22 Millionen € übrig bleibt - im Schnitt minus 89,1 Prozent. 

Weit pessimistischer ist die Schätzung von insgesamt elf Analysten laut Bloomberg. Hier wird nur ein Quartals-Vorsteuergewinn von 12,5 Millionen € erwartet - und ein Nettverlust von rund 13 Millionen €.  

Dessen ungeachtet hat die Bank of America Merryl Lynch ihre Kaufempfehlung und das Kursziel von 50 € am Montag bestätigt.

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