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Immoeast-Chef Eduard Zehetner ist Mister 1250 Prozent

18.11.2009 | 17:37 | Leo Himmelbauer (wirtschaftsblatt.at)

Die Immoeast ist wieder mehr als vier Milliarden € wert. Die Aktie hat binnen eines Jahres um 1250 Prozent zugelegt. Da kann kein anderer europäischer Immo-Wert mithalten.

Der als Sanierer zur Immofinanz-Gruppe geholte frühere RHI-Finanzvorstand Eduard Zehetner hat für die leidgeprüften Anleger viele Kastanien aus dem Feuer geholt. Das wiedergewonnene Vertrauen zeigt sich eindruckvoll an der Performance der Aktie. Sie hat in zwölf Monaten (von 36 Cent ausgehend) mehr als 1200 Prozent auf 4,86 € zugelegt. Am Mittwoch war das Unternehmen erstmals seit September des Vorjahres wieder mehr als vier Milliarden € wert. Das macht Immoeast zum Topperformer unter den 72 vom Bloomberg im europäischen Immobilien-Index geführten Unternehmen - vor Immofinanz übrigens, deren Aktie um 569 Prozent Prozent zulegt hat. Dann folgt mit Respektabstand Nexity (plus 231 Prozent).

Mister 1000 Prozent, gemessen an der Performance seit Jahresbeginn (46 Cent!), das ist Eduard Zehetner noch nicht. Ein paar Cent wird das Immoeast-Papier noch zulegen müssen. Plus 956 Prozent lautet der Stand am Mittwoch, das ist absoluter Spitzenwert sowohl im europäischen Sektor als auch am gesamten Wiener Markt. An nächsten kommt, wie könnte es anders sein, Immofinanz (plus 455 Prozent).

Immoeast (4,05 Milliarden €) vor Immofinanz (1,25 Milliarden €), Atrium (1,07 Milliarden €), CA Immo (800 Millionen €) und Conwert (750 Millionen €) - so lautet derzeit das Börsewert-Ranking der österreichischen Immobiliengesellschften.

Zehetner hat die Fusion der Immofinanz mit ihrer Tochter Immoeast ist für das erste Halbjahr 2010 geplant, noch davor soll es bei der Immofinanz eine Kapitalerhöhung geben, sagte vor einem Monat in einem Interview mit dem WirtschaftsBlatt. Für die Fusion benötige man die Kapitalaufstockung nicht, sie sei aber "ein logischer Schritt in der Restrukturierung der beiden Gesellschaften" und "die Basis, um Immoeast-Aktionären einen Vorschlag zu unterbreiten, den sie nicht ablehnen können".

Die Company solle über genug "Treibstoff" verfügen, um in die nächsten Jahre gehen zu können. Das Interesse an einer Kapitalerhöhung sei "sehr groß", "ich bin jede Woche auf den Kapitalmärkten unterwegs", sagte Zehetner.

Die Befürchtung, dass sich durch die Fusion ein negatives Eigenkapital ergeben könnte, bezeichnet Zehetner in dem Interview als "Unsinn". Möglicherweise seien die Einzelabschlüsse gemeint: "Wenn ich aus dem Einzelabschluss der Immofinanz die Beteiligung an der Immoeast 'herausschneide', dann ist das Restvermögen negativ, das ist richtig." Entscheidend sei, dass die Kapitalerhaltungsvorschriften eingehalten werden, "und das werden sie".

 


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