von Manfred Haider/APA/hahn | 04.02.2010 | 18:44
Der ATX tanzte in den spanischen Abgrund
Der Wiener ATX wurde am Donnerstag von einer Sturmböe mitgerissen, die von der iberischen Halbinsel ihren Ausgang nahm. In Mitleidenschaft gezogen wurden vor allem Bankenwerte.
Wie ein Mühlstein hingen die Bank-Aktien am Donnerstag am ATX und zogen den Index kräftig nach unten. Schuld waren vor allem die schlechten internationalen Vorgaben, wobei es die Börsen in Madrid und Lissabon mit rund sechs bzw. fünf Prozent am ärgsten erwischt hatte.
Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei gutem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel stark um 63,31 Punkte oder 2,49 Prozent auf 2.474,85 Einheiten.
Massiven Verkaufsdruck gab es im Finanzbereich zu beobachten. In Wien brach die Erste Group-Aktie um 5,56 Prozent auf 26,35 Euro ein und Raiffeisen International ermäßigten sich um 2,72 Prozent auf 36,10 Euro.
Zum heimischen Markt lagen neben dem Börsenrückzug der AUA-Papiere nur wenige Nachrichten vor. Die Notierung der AUA-Aktien zum Amtlichen Handel ist laut Wiener Börse widerrufen beziehungsweise zurück gezogen worden. Am Mittwoch schlossen die AUA-Titel bei 1,89 Euro.
Mehr als drei Prozent an Kurswert verloren im prime market auch jeweils Strabag, Wienerberger, CA Immo Anlagen, Century Casinos, Immofinanz, bwin und Conwert. Ein moderates Minus verbuchte unter den Schwergewichten hingegen die Telekom Austria-Aktie mit einem kleinen Abschlag von 0,20 Prozent auf 9,83 Euro. Auch der europäische Telekomsektor präsentierte sich nach starken Vodafone-Zahlen stabil.
Nach gesunken Ölpreisnotierungen gingen die OMV-Papiere um 2,17 Prozent auf 29,27 Euro zurück.
Im Plus zeigten sich in Wien A-Tec mit einem Kursplus von 0,53 Prozent auf 9,51 Euro. Der Mischkonzern hob am Vorabend seine Prognose für die Gewinnmarge für das abgelaufene Geschäftsjahr von 3,5 auf 4,0 Prozent an.
Zu Vienna Insurance wurde eine neue Analysteneinschätzung bekannt, und die Titel des Versicherers verabschiedeten sich mit einem Abschlag von 1,71 Prozent auf 34,50 Euro aus dem Börsentag. Die Experten der Erste Group senkten ihr Kursziel für die Aktien von bisher 48,00 auf 44,50 Euro. Die Kaufempfehlung "buy" wurde von den Experten hingegen unverändert beibehalten.
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