von Leo Himmelbauer | 22.02.2012 | 08:52
Andritz-Aktie kostet bald nur noch die Hälfte
Der Grazer Technologiekonzern Andritz wird demnächst einen Rekordgewinn verkünden. Vielleicht steigt auch die Aktie bald auf All-Time-High. Jedenfalls kommt der Aktiensplit.
Andritz-Chef Wolfgang Leitner
Wolfgang Leitner, CEO und grösster Aktionär des Grazer Technologiekonzerns Andritz, hat schon am Mittwoch die Einladung zur Hauptversammlung am 22. März verschicken lassen. Dabei liegt noch nicht einmal das Jahresergebnis 2011 vor, über das die Anleger abzustimmen haben. Derlei Tempo tut wohl und steht einem ATX-Unternehmen gut an.
Überhaupt: Andritz ist ein Vorzeige-Konzern. Gut elf Jahre nach dem Börsegang zu damals 21 € Ausgabekurs (5,50 €, wenn man den Aktiensplit berücksichtigt) fehlt der Aktie nicht allzuviel auf ein All-Time-High. 75,50 € sind die bisherige Bestmarke, erreicht am 13. Juli des Vorjahres. 72,83 € kostet das Papier nun (Dienstag-Schlusskurs). 77,33 €, das ist das mittlere Kursziel der Analysten.
Nun, die Hauptversammlung wird über einen weiteren Aktiensplit abzustimmen haben. 1:2 diesmal, weshalb die Andritz-Aktie dann nur noch halb so viel kosten wird, es aber doppelt so viele (104 Millionen) geben wird.
Zu bereden wird am 22. März auch sein, was mit dem Jahresgewinn 2011 geschehen soll. Analysten gehen davon aus, dass Andritz 217 Millionen € verdient haben wird, Rekord also wie auch der erwartete Umsatz von 4,4 Milliarden €. Analysten glauben an eine Dividende von 2,15 € je Aktie.
Auf Rekordkurs sollte Andritz noch ein Weilchen bleiben. Für heuer rechnen Analysten mit 4,88 Milliarden € Umsatz und 244 Millionen € Gewinn.
3 Kommentare
Ein Konzern, der...
... an ökologischen Desastern beteiligt ist, wie etwa in Brasilien, kann irgendwelche Kurs- oder Gewinnziele festlegen lassen. Das Image wird deshalb nicht besser... Nein, Andritz ist KEIN Vorzeigekonzern, sondern in der (nicht-österreichischen), öffentlichen Wahrnehmung eher als skrupellos geführtes und ethisch zweifelhaftes Konglomerat zu beurteilen... sozusagen: "Nachhaltigkeit" der besonderen Art...
Von Gast: Gast: mc am 22.02.2012 um 13:19
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Re: Mal ehrlich,
als Wirtschaftsblattleser geht es einem doch nur um den Aktienkurs. Wer investiert schon in "Windrad- und Sonnenscheinfirmen" wenn deren Aktienkurs zum vergessen ist...
Von Gast: Gast: Anleger am 22.02.2012 um 20:37
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Re: Wasserkraft ist saubere Energie!
Andritz ist ein sehr erfolgreiches Unternehmen, dass weltweite Wasserkraftwerke oder Teile davon herstellt. Wasserkraft ist eine saubere Energie. Elekrtrische Energie entsteht dabei ohne Geld für Primärenergie auszugeben. Das trifft für Wind- u. Sonnenenergie ebenso zu, aber die Wind- und Sonnenenergiekraftwerke haben bei weitem nicht die Leistung wie Wasserkraftwerke. Ich bin der Meinung, dass Energie nicht gespart werden muss, denn es ist auf dieser Welt genug saubere, grüne Energie vorhanden. Energie sichert Wohlstand. Die Herausforderung der Zukunft besteht darin, dass wir die in einem unerschöpflichen Überschuss vorhandene saubere, grüne Energie nutzen. Ich betrachte die Energiespar-Fanatiker bei der sauberen, grünen Energie als Illusionisten. Sind wir in Östereich doch bitte stolz auf unsere wenigen Globalplayer und Spitzen in der Energietechnik. Geht's der Wirtschafts gut, geht's uns allen gut. Wer diesen Slogan nicht verinnerlichen kann,sollte auch nicht das WB lesen. Leo.
Von Gast: Gast: Leoausuo am 22.02.2012 um 18:36
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