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Kein Kurspotenzial mehr für Wienerberger, Telekom Austria

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von Leo Himmelbauer | 20.02.2012 | 19:25

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Kein Kurspotenzial mehr für Wienerberger, Telekom Austria

Prognose. Ehe mit Wienerberger der dieswöchige Zahlenreigen beginnt, haben sich manche Analysten-Schätzungen noch verändert. Telekom Austria etwa wird nicht mehr ganz so rot gesehen.

WB/Peroutka

Wienerberger-Chef Heimo Scheuch

Mehrere ATX-Unternehmen werden in den kommenden Tagen ihre Jahresergebnisse 2011 präsentieren. Wienerberger-Chef Heimo Scheuch eröffnet am Dienstag den Zahlenreigen. Waren in der Vorwoche die Analysten noch von 24 Millionen € Verlust im Schlussquartal und 16 Millionen € Gewinn im Gesamtjahr ausgegangen, so haben sich die Erwartungen (bis Montag Abend) auf 27 Millionen € Quartalsverlust und zwölf Millionen € Jahresgewinn verändert. Für 2012 wird derzeit ein Gewinn von nur noch 6,5 Millionen € prognostiziert.

Der Ziegelkonzern setzt rund zwei Milliarden € um. 800 Millionen € kommen dazu, weil das Joint Venture Pipelife zur Gänze an Wienerberger geht. Wie in der Vorwoche angekündigt, wird der belgische Joint Venture-Partner Solvay um 162 Millionen € ausgekauft.

Ausgangsbasis für den Dienstag an der Börse sind 9,488 €. So viel kostet die Ziegel-Aktie nach Zugewinnen von 36 Prozent seit Jahresbeginn. Mit dieser Performce ist Wienerberger heuer Top 4 im Leitindex der Wiener Börse (besser sind nur Zumtobel, Erste und Raiffeisen). Im europäischen Baustoffsektor wird die Wiener Ziegelaktie nur vom türkischen Zementhersteller Aslan (plus 87 Prozent) und der schwedischen Lindab (plus 52 Prozent) überboten. Die Aktie des französischen Zement-Konzerns Lafarge übrigens ist Nummer vier, sie hat heuer 30 Prozent zulegt. Für Wienerberger scheint das Pulver an der Börse freilich verschossen. Das mittlere Kursziel der Analysten liegt bei 9,12 €, also unter dem aktuellen Kurs.

Etwas optimischer geworden sind die Analysten bei Telekom Austria, deren CEO Hannes Ametsreiter am Donnerstag Zahlen legt. Die Konsensschätzung hat sich von 200 Millionen € Quartalsverlust und sieben Millionen € Jahresgewinn auf nur noch 179 Millionen € Quartalsverlust und 22 Millionen € Jahresgewinn verbessert. Für heuer werden der Telekom 209 Millionen € Gewinn zugetraut. Die Telekom-Aktie kostet 8,724 € (Montag-Schlusskurs) und damit fast schon viel wie Analysten dem Papier im Durchschnitt zutrauen (8,87 €). Die Aktie hat heuer 5,5 Prozent an Wert verloren und ist mit dieser Performance Schlusslicht im ATX.

Am Mittwoch ist OMV-Chef Gerhard Roiss an der Reihe mit Ergebniszahlen. Die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal sind von 205 auf 180 Millionen € gesunken, für das Gesamtjahr soll ein Milliardengewinn ausgehen. Für 2012 wird eine Gewinnsteigerung auf 1,367 Milliarden € erwartet.

Fortgesetzt wird der ATX-Zahlenreigen dann von Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber am 29. Februar. Analysten gehen derzeit davon aus, dass der Versorger das Jahr 2011 mit 381 Millionen € Gewinn abschliessen wird und heuer den Gewinn auf 548 Millionen € steigern wird. Am Schaltag wird auch Erste Group-Chef Andreas Treichl den Rekordverlust von erwarteten 798 Millionen € berichten. Analysten trauen der Bank heuer wieder einen Gewinn von 929 Millionen € zu. Andritz-Chef Wolfgang Leitner sollte am 1. März 73 Millionen € Gewinn im Schlussquartal 2011 und einen Rekordgewinn von  217 Millionen € für das Gesamtjahr berichtet. Für heuer ist von Analysten eine weitere Ergebnisverbesserung auf 244 Millionen € eingeplant.

Bis Mitte März folgen weitere Ergebniszahlen von ATX-Unternehmen. Analysten erwarten Jahresgewinne von 105 Millionen € bei RHI, von 51 Millionen € bei SBO, von 129 Millionen € bei der Post, von 116 Millionen € bei Mayr-Melnhof und von 50 Millionen € bei CA Immo.

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1 Kommentar

Wo sind die Telekomgewinne geblieben?

Eigenkapital / EBIT der Telekom:
2007: 2.565 / 761 Mio.
2008: 2.155 / 135 Mio.
2009: 1.614 / 343 Mio.
2010: 1.477 / 437 Mio.

Unter Berücksichtigung der Teuerungsrate haben die Parteibonzenmanager etwa 50% des Eigenkapitals dieses Unternehmens verwirtschaftet, bzw. ausgeraubt.

2011 wird es wahrscheinlich noch härter werden, weil die Weisrussischen Abwertungen (wenn auch korrekt gemacht) dann weitere 100erte Millionen des Eigenkapitals fressen werden.

Das Resultat ist ein gewaltiger Schuldenhaufen (Verbindlichkeiten) von mehr als 6.000 Mio. Euro bei der Telekom und eine, für ein börsennotiertes Unternehmen, lächerliche Eigenkapitalquote von 19,5% (2010). Per Ende 2012 geht es wohl weiter nach unten. Bei dieser Sachlage von Gewinnen zu sprechen, das ist wohl nur Extrempropaganda!

Da sollten wohl viele Typen einsitzen. Die Einen wegen dubioser Geschäfte, die Anderen wegen heftigen Versagens und dadurch Schädigung des Unternehmens!

Von Gast: Gast: ET am 20.02.2012 um 12:35

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