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OMV bleibt fest - die anderen Schwergewichte leider nicht

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von Leo Himmelbauer | 22.02.2012 | 14:53

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OMV bleibt fest - die anderen Schwergewichte leider nicht

Marktbericht. Die europäischen Börsen sind Mittwoch Nachmittag im Minus. Der ATX ist unter 2200 Punkte gefallen, trotz OMV, aber wegen Immofinanz, Voestalpine, Raiffeisen.

Zu Griechenland zunächst: Die Finanzminister der 17 Euroländer werden in den nächsten Tagen erneut über die Umsetzung der Finanzhilfen für Griechenland beraten. Dies sagten EU-Diplomaten am Mittwoch in Brüssel. Am 1. März, wenige Stunden vor dem EU-Gipfel, wollen die Minister darüber befinden, ob Athen jene politischen Reformmaßnahmen eingeleitet hat, die Voraussetzung für die am Montag beschlossene neue Hilfe von 130 Milliarden Euro sind. Am 9. März reden sie dann darüber, in welchem Umfang sich einzelne Banken tatsächlich zum teilweisen Verzicht auf Forderungen an Griechenland bereiterklärt haben.

Die Ratingagentur Fitch hat Griechenland in Reaktion auf das am Dienstag von den Euroländern beschlossene Sparpaket von CCC auf C abgestuft. Der Haircut von 53,5 Prozent kombiniert mit der Ankündigung Griechenlands, alle private Investoren mit speziellen Klauseln (CAC) zum Mitmachen zu zwingen, führe dazu, dass der Umtausch der Griechenland-Papiere als "notleidend" einzustufen seien (Distressed debt exchange). Das Rating C für Griechenland, die letzte Stufe vor der Insolvenz (D), zeige an, dass eine Zahlungsunfähigkeit in naher Zukunft sehr wahrscheinlich ist, schreibt Fitch am Donnerstag in einer Aussendung.

 

In Italien hat Premier Mario Monti am Dienstagabend im Internet seine Steuererklärung veröffentlicht. Er folgte somit dem Beispiel seiner Minister, die im Rahmen einer Kampagne für größerer Transparenz im Staatsbereich ihre Einnahmen bekanntgegeben haben. Monti meldete 2011 ein Einkommen von 1,5 Millionen Euro. Der Premier besitzt elf Wohnungen und ist Miteigentümer von fünf weiteren Immobilien. Außerdem hat er in verschiedenen Fonds 11,5 Millionen Euro investiert.

 

 

Dann: Die EU-Kommission hat ihre Drohung gegen Ungarn wahr gemacht und friert rund 495 Millionen Euro an Fördergeldern aus dem Kohäsionsfonds für 2013 ein. Der Grund: Die nicht zufriedenstellende Korrektur des ungarischen Budgetdefizits. Das teilten EU-Währungskommissar Olli Rehn und Regionalkommissar Johannes Hahn am Mittwoch in Brüssel mit. Es ist das erste Mal seit dem Bestehen des Stabilitäts- und Wachstumspakts, dass die EU eine Sanktionsdrohung verhängt.

 

 

Die europäischen Märkte haben Mittwoch Nachmittag Verluste von bis zu einem Prozent. Im EuroStoxx 50 überzeugen nur Schneider Electric (plus sieben Prozent), Generali und France Telekom.  Sonderkonjunktur hat die französiche Auto-Aktie PSA. Peugoet hat eine Allianz mit General Motors anvisiert, die Aktie liegt am Nachmittag mit 14 Prozent im Plus.

Der ATX in Wien kurz nach 13 Uhr die Marke von 2200 Punkten nach unten durchstossen. Vor 15 Uhr sind 2193 Punkte erreicht, minus 0,9 Prozent. An OMV liegt es nicht: Die Aktie des Öl- und Gaskonzerns profitiert vom guten Jahresergebnis 2011 und dem Gasfund vor der rumänischen Schwarzmeerküste. Das Papier legt 2,8 Prozent zu. Conwert und Andritz zählen noch zu den Gewinnern. Bei Andritz ist ein Aktiensplit 1:2 ist geplant. Derzeit ist das Papier auf Kurs Richtung All-Time-High, das im vorigen Juli mit 75,50 € erreicht wurde.

Telekom Austria liegt im Vorfeld der am Donnerstag anstehenden Jahresergebnisse 2011 mit 0,9 Prozent im Rückstand. Finanzvorstand Hans Tschuden bleibt weitere drei Jahre im Amt und hat die Option auf zwei zweitere Jahre im Telekom-Vorstand.

Raiffeisen hält bei minus 3,6 Prozent, Zumtobel bei minus drei Prozent. Die Schwergewichte Voestalpine und Immofinanz geben mehr als zwei Prozent nach, ebenso RHI. Erste Group büsst 1,5 Prozent ein.

 

 

 

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