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Profumo als Präsident der Bank Monte Paschi im Gespräch

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21.02.2012 | 11:08

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Profumo als Präsident der Bank Monte Paschi im Gespräch

Der Ex-Chef der italienischen Bank Austria-Mutter UniCredit, Alessandro Profumo, steht vor einer neuen Herausforderung. Nach Angaben der Turiner Tageszeitung "La Stampa" ist der Banker als Kandidat für die Präsidentschaft der toskanischen Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) im Gespräch. Profumo, der bis September 2010 die UniCredit geführt hatte, sei bereit, an der Spitze des Kontrollgremiums die Sanierung der verschuldeten Bank in Angriff zu nehmen.

Profumo stellt als Bedingung für seinen Einstieg bei MPS, dass er mit der vollen Unterstützung der Aktionäre rechnen könne. Der Ex-UniCredit-Chef ist derzeit von Justizproblemen belastet. Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat einen Prozess gegen Profumo und weitere 19 Manager wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung gefordert. Es besteht der Verdacht der Steuerhinterziehung in den Jahren 2007 und 2008. Den Angaben zufolge soll UniCredit Zinsen zu Dividenden umdeklariert haben, denn diese sind in Italien weitgehend steuerfrei. Profumo hat stets seine Unschuld beteuert.

Die italienische Stiftung Monte dei Paschi, die 49 Prozent an MPS hält, will inzwischen nach Eigenangaben einen 15-prozentigen Anteil am Geldhaus veräußern. Die Stiftung will somit die Schulden bei mehreren Banken, darunter beim Großgläubiger Credit Suisse, eindämmen. Als Interessenten für das Paket zählen die italienische Fonds Clessidra und Equinox, die laut Medienangaben ein gemeinsames Angebot vorlegen wollen. Exklusive Verhandlungen könnte MPS mit den beiden Fonds bald in die Wege leiten, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera".

Die Verschuldung von MPS beläuft sich auf zirka eine Milliarde Euro. Der 15-prozentige Anteil an MPS wird zwischen 500 und 700 Mio. Euro bewertet.

(APA)

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