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Raiffeisen kauft 500 Millionen zurück - Option Kapitalerhöhung

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von Leo Himmelbauer | 23.02.2012 | 11:47

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Raiffeisen kauft 500 Millionen zurück - Option Kapitalerhöhung

Raiffeisen Bank International hat 2011 gut überstanden und beachtliche 968 Millionen € verdient. Nun wird an der Kapitalbasis gearbeitet.

WB/Mayr

RBI Chef Herbert Stepic

Wenn die Finanzmarktaufsicht zustimmt, gilt das Angebot bis 5. März: Die Raiffeisen Bank International (RBI) lädt Inhaber bestimmter Wertpapiere ein ihr diese zu verkaufen und zwar bis zu einem Nennbetrag von 500 Millionen €. Es geht dabei um die 1,000,000 Perpetual Non-cumulative Non-voting Fixed/Floating Rate Preferred Securities mit einem Liquidationsvorzugsbetrag von jeweils  100 € (ISIN: XS0173287862), die 200 Millionen € Perpetual Non-cumulative Subordinated Floating Rate Capital Notes im Nennbetrag von jeweils 1.000 € (ISIN: XS0193631040) und um die  500 Millionen € Non-cumulative Subordinated Perpetual Callable Step-up Fixed to Floating Rate Capital Notes im Nennbetrag von jeweils  50.000 €  (ISIN: XS0253262025).

Kapitaleffekt von 150 Millionen € erwartet

RBI bietet den Inhabern dieser Papiere einen Festpreis zuzüglich der bis zum Abwicklungstag aufgelaufenen und nicht gezahlten Zinsen bzw. Dividende. Wie es aus der RBI auf APA-Anfrage heißt, wird daraus ein Kapitaleffekt von 150 Millionen € erwartet. Weil die betreffenden Papiere am Markt niedriger notieren und somit derzeit billig zurückgekauft werden, können mit dem Rückkauf Buchgewinne realisiert werden. Der entsprechende Differenzbetrag kann in diesem Rückkaufmodell ins Eigenkapital gebucht werden. In den vergangenen Tagen haben Erste Group, UniCredit und Banco Popolare diesen Weg gewählt. Modell dafür stand aber aktuell die deutsche Commerzbank.

Gewinnrückgang niedriger als erwartet

RBI-Chef Herbert Stepic hat am Mittwoch nach Börseschluss vorläufige Zahlen für 2011 gelegt. Analysten waren von rund 840 Millionen € Gewinn ausgegangen. Doch die Giebelkreuzer haben mehr verdient: 968 Millionen €. Das ist um rund elf Prozent weniger als 2010. Der Gewinnrückgang ist vergleichsweise milde, wenn man etwa die rund 800 Millionen € Verlust der Erste Group betrachtet.

Bei einem um knapp 2,5 Prozent gestiegenen Zinsüberschuss und stabilem Provisionsüberschuss erwirtschaftete die RBI einen Jahresüberschuss vor Steuern von 1,373 Milliarden €, der um rund sieben Prozent über dem Wert von 2010 lag.

Hoher Bewertungsgewinn

In der Ukraine mussten Abscheibungen von 183 Millionen € vorgenommen werden.  Ein weiterer Sondereffekt ergab sich im Posten „Ergebnis aus Derivaten und designierten Verbindlichkeiten“: die schon seit Ende 2007 erfolgende Marktbewertung von Teilen eigener Emissionen der RBI (sog. Fair-Value-Option) trug insbesondere im vierten Quartal 2011 wegen des erhöhten Creditspreads als Folge der Entwicklungen auf den Kapitalmärkten zu einem hohen Bewertungsgewinn bei. Auch das Bewertungsergebnis jener Derivate, die in einem Makro Hedge-Zusammenhang stehen, hat sich in Folge der flacheren Zinskurve im letzten Quartal des Jahres positiv entwickelt.

Das Kundenkreditvolumen der RBI wuchs im Vorjahr um knapp acht Prozent auf 82 Milliarden €. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um mehr als 15 Prozent auf  67 Milliarden €. Die Bilanzsumme stieg um rund 12 Prozent auf knapp  147 Milliarden €.  Die Core Tier 1 Ratio beläuft sich zum Jahresende 2011 auf 9,3 Prozent (inklusive Gewinne 2011 und nach Abzug der Dividende auf das Partizipationskapital, jedoch vor Dividende auf Stammaktien).

Option Kapitalerhöhung

Im Markt kursieren Spekulationen, die frühzeitige Bekanntgabe der Zahlen könnte mit einer möglicherweise doch bevorstehenden Kapitalerhöhung zu tun haben. Einen solchen Zusammenhang wies ein RBI-Sprecher heute zurück. Er begründete die früheren Zahlen damit, im volatilen Markt Klarheit zu schaffen und Unsicherheiten über die Ertragslage herauszunehmen. Dass eine Kapitalerhöhung weiterhin eine Option ist, wird nicht bestritten. Daran habe sich nichts geändert, so der Sprecher zur APA.

 

 

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