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Strabag kommt bei italienischem Milliarden-Auftrag zum Zug

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17.02.2012 | 17:08

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Strabag kommt bei italienischem Milliarden-Auftrag zum Zug

Ein Konsortium um die österreichische Strabag-Gruppe hat einen 1,7 Milliarden Euro schweren Auftrag für den Bau von Strecken der norditalienischen Autobahn Pedemontana offenbar endgültig zugesprochen bekommen.

WB/Fotlin

Strabag kann sich einen italienischen Großauftrag endgültig sichern

Eine Milliarde Euro des Auftragswerts entfallen auf die Strabag, die 60 Prozent am Konsortium hält. Dies wurde am Freitag vom italienischen Auftraggeber bekanntgegeben.
Den Auftrag erhielt die Strabag von der Gesellschaft "Autostrade Pedemontana". Zuvor hatte ein Verwaltungsgericht den Zuschlag an das Konsortium gemäß der Ausschreibung für gültig erklärt.

Der unterlegene italienische Baukonzern Impregilo war beim Verwaltungsgericht gegen die Auftragsvergabe an die Strabag vorgegangen. Der österreichische Konzern hatte sich an der Spitze eines Konsortiums mit einem einzigen Punkt Vorsprung gegen den Konkurrenten durchgesetzt. Der Antrag Impregilos wurde abgelehnt.

Die Straße, die die lombardische Stadt Bergamo mit dem Mailänder Flughafen Malpensa verbinden soll, ist Europas größtes Straßeninfrastrukturprojekt. Der Milliardenauftrag umfasst die Errichtung einer 52 Kilometer langen Autobahn mit zwei Fahrbahnen zu je zwei bzw. drei Fahrstreifen sowie 50 Kilometer Zubringer und Anschlussstraßen an das bestehende Straßennetz, teilte die Strabag in einer Presseaussendung mit. Inkludiert sind weiters 50 Tunnelbauwerke in offener und zwei in geschlossener Bauweise einschließlich der technischen Ausrüstungen, drei Brücken mit einer Gesamtlänge von drei Kilometer sowie ein circa 80 Kilometer langer Radweg.
Die Verkehrsachse muss bis zur 2015 geplanten Welt-Expo in Mailand fertig sein.

Am Konsortium hält die österreichische Strabag gemeinsam mit ihrer italienischen 100-prozentigen Tochter Strabag SpA 60 Prozent. Die italienische Firma "Grandi Lavori Fincosit" ist mit einem 26-prozentigen Anteil am Konsortium beteiligt und der Baukonzern "Impresa Costruzioni Giuseppe Maltauro" mit 14 Prozent. Die Bauarbeiten sollen im kommenden Sommer beginnen. Die "Pedemontana", die schon in den 60er Jahren geplant war, aber nie gebaut wurde, wird durch die hügelige Übergangszone am lombardischen Alpenland verlaufen. Damit will man den Verkehrsbedürfnissen des Großraums Mailand entgegenkommen und den Flughafen Malpensa effizienter erschließen.

(APA)

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