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Telekom Austria: "2011 ist ein Jahr zum Abhaken"

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von Thomas Jäkle | 23.02.2012 | 11:35

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Telekom Austria: "2011 ist ein Jahr zum Abhaken"

Bilanz. Die Telekom Austria (TA) hat das Jahresergebnis abgeliefert. Zwei "außerordentliche Effekte" haben 252,8 Millionen € Verlust verursacht.

APA/Fohringer

TA-Chef Hannes Ametsreiters Schreibtisch ist derzeit kein Platz an der Sonne.

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Das Who is Who des U-Ausschuss

Wien. Die Telekom Austria bekommt nicht nur die Umsatzrückgänge nicht in Griff, die bereits seit Jahren andauern. Auch beim Gewinn ist der heimische Telekom-Konzern nun ins Minus abgedriftet. 252,8 Millionen € Verlust verbucht die TA im abgelaufenen Jahr (nach 195,2 Millionen € Gewinn im Jahr 2010), bei Umsatzrückgängen von 4,2 Prozent auf nunmehr 4,45 Milliarden €. „2011 ist ein Jahr zum Abhaken", erklärte TA-Finanzvorstand Hans Tschuden.

Zwei Sondereffekte, die Wertberichtung der weißrussischen Tochter Velcom (279 Millionen €) sowie Restrukturierungsaufwände infolge des Mitarbeiterabbaus (233,7 Millionen €) haben die Ertragssituation mit rund 512,7 Millionen € im Jahr 2011 belastet.

Velcom ist nach Aussagen von TA-Chef Hannes Ametsreiter derzeit das Sorgenkind des Konzerns. Trotz der Umsatz- und Ertragsrückgängen in den drei Top-Ländern der Telekom Austria, in Österreich, Bulgarien und Kroatien, schrillen für Ametsreiter noch nicht die Alarmglocken.

Rückgänge in den drei Top-Ländern der TA

Die drei Ländergesellschaften tragen insgesamt zu 83 Prozent zum Gesamtumsatz bei von 4,5 Milliarden € bei. Die Umsatzrückgänge in Österreich belaufen sich auf 4,0 Prozent auf 2,9 Milliarden €, in Bulgarien gingen die Erlöse um 6,5 Prozent auf 527,7 Millionen € zurück. Die kroatische Tochter verbuchte ein minus von 6,9 Prozent auf 420,7 Millionen €.

Der Gewinn (EBITDA) ist in Österreich bei der A1 um 5,8 Prozent auf 972,6 Millionen € unter die Milliardengrenze gerutscht. In Bulgarien verbuchte die Tochter Mobiltel einen Gewinnrückgang um 12,3 Prozent auf 261,9 Millionen €. Um 10,8 Prozent ist der Gewinn der kroatischen Tochter Vipnet auf 134,5 Millionen € gesunken.

Mit neuen Breitbandangeboten und TV-Services glaubt Ametsreiter die Trendumkehr zu schaffen. Beim Mobilfunk hat die österreichische Tochter derzeit mit einem Rückgang beim durchschnittlichen Umsatz pro Kunde von neun Prozent zu kämpfen.

An der Dividendenpolitik will die TA festhalten. „Wir werden im kommenden Jahr einen Gewinn in dreistelliger Millionenhöhe schreiben", prognostiziert Ametsreiter.

Weitere Suspendierung

In der Korruptions-Affäre hat die TA nun reagiert. 20 Klage im Streitwert von 20 Millionen € wurden eingebracht. Mit heutigem Datum wurde außerdem der TA-Public-Affairs-Manager und Ex-VP-Organisationsreferent Michael Fischer vom Dienst suspendiert.

Rücktritt: „Habe ich nicht vor"

In den vergangenen Wochen ist TA-Chef Ametsreiter in die Kritik geraten. Es sei nur eine Frage von Wochen, bis auch Ametsreiter gehe, heißt es in involvierten Kreisen. Zuletzt wurden rund 200.000 E-Mails mit brisantem Material aus der Telekom News zugespielt, in dem auch Ametsreiter belastet wurde.

"Die Tage werden kürzer"

Auf die Frage, ob er als TA-Generaldirektor noch Handlungsfähigkeit hätte und gar an einen Rücktritt denke, antwortete Ametsreiter: „Das habe ich nicht vor. Die Tage werden kürzer."

 

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1 Kommentar

"Pecik ist weder Feind noch Freund"

http://www.format.at/articles/1208/525/320064/pecik-feind-freund

Von Gast: Gast: Oerlikon am 23.02.2012 um 16:54

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