von APA/jake | 17.02.2012 | 13:20
Telekom Austria bietet nicht für bulgarische Vivacom
Rückzug. TA galt als Favorit für Vivacom-Übernahme - Bulgarischer Telekom-Konzern trägt Milliarden-Schuldenlast.
Wien. Die Telekom Austria, die in Medienberichten als wahrscheinlichster Käufer des zweitgrößten bulgarischen Telekomkonzerns Vivacom gehandelt wurde, wird kein verbindliches Angebot für die Vivacom legen. Das erklärte eine Telekom-Sprecherin am Freitag auf Anfrage der APA. Die TA ist in Bulgarien bereits mit ihrer Mobilfunktochter MobilTel vertreten.
Noch vor gut einer Woche hatte die Telekom Austria dem WirtschaftsBlatt Interesse signalisiert und erklärt, dass man die Lage sondiere - wie in allen Fokus-Märkten Südosteuropas.
Die finanziell angeschlagene Vivacom soll mit 1,65 Milliarden € verschuldet sein, darum soll es beim geplanten Verkauf, der bereits im 1. Quartal 2012 über die Bühne gehen soll, vor allem um die Übernahme der Verbindlichkeiten gehen. Als Interessenten wurden neben der Telekom Austria auch Turkcell, Türk Telekom und der bulgarische Banker Cvetan Vasilev genannt.
Mobiltel im U-Ausschuss
Der Kauf der bulgarischen Mobiltel soll im übrigen im Korruptions-Untersuchungsausschuss auch noch näher unter die Lupe genommen werden.
Die Telekom Austria wollte 2003 Mobiltel von dem österreichischen Konsortium rund um die Geschäftsmänner Martin Schlaff, Josef Taus und Herbert Cordt sowie der Bawag/PSK-Gruppe übernehmen. Das Schlaff-Konsortium forderte 1,2 Milliarden €. Der damalige Telekom-Boss Heinz Sundt wollte maximal eine Milliarde zahlen. Ein Jahr später hatte die TA die Mobiltel um 1,6 Milliarden € übernommen.
Schlaff & Co hatten Mobiltel im Jänner 2002 für rund 600 Millionen € übernommen.
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