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Dialog-backdrop "Unser Turnaround ist nachhaltig"Baustoffe. Wienerberger ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die 80 Millionen € beim Nettogewinn, die vor der Krise bereits erreicht wurden, sollen bald wieder die Anleger erfreuen.
Wienerberger-CEO Heimo Scheuch wird mehr verdienen, denn die Vergütung des Managements ist erfolgsabhängig
Wien. Der Turnaround ist vollbracht: Der weltgrößte Ziegelhersteller Wienerberger hat die negativen Effekte aus der Krise 2008 und der überzogenen Expansion des früheren Managements großteils verdaut und schreibt wieder schwarze Zahlen. Das freut das Management: Nachdem Wienerberger die Vergütung der Vorstände an den Erfolg gekoppelt hatte, dürfte der Turnaround auch Scheuchs Gehalt spürbar aufbessern. "Ja, wir werden ein bisschen mehr verdienen", so der CEO auf WirtschaftsBlatt-Anfrage. Mehr für alle Auch die Aktionäre können zufrieden sein: Die Dividende steigt von zehn auf zwölf Cent je Aktie. Scheuch kündigt an, die Ausschüttung jedes Jahr im Ausmaß des EBITDA-Wachstums erhöhen zu wollen. Geht alles nach Plan, sollte die Dividende für 2015 bei 20 Cent liegen. Denn spätestens 2015 soll das operative EBITDA, das im Vorjahr von 210,8 auf 258,6 Millionen € gestiegen ist, bereits 500 Millionen betragen. Beim Nettogewinn würde das ungefähr 80 Millionen € bedeuten - ein Niveau, das vor der Krise bereits erreicht wurde. "Unser Turnaround ist nachhaltig", sagt Scheuch: Durch Restrukturierungsmaßnahmen wurden 200 Millionen € Fixkosten herausgenommen. Das Unternehmen wurde vom Ziegelhersteller zum Systemlösungsanbieter -bis hin zum kompletten Niedrigenerige-Einfamilienhaus "by Wienerberger". Zudem lieferte die Beteiligung an dem Rohrhersteller Pipelife 2011 einen Beitrag, der heuer noch höher ausfallen soll - Pipelife wurde voll übernommen. Da die Tochter 800 Millionen € p. a. umsetzt, hofft der CEO, rasch die Drei-Milliarden-€-Marke beim Gruppenumsatz zu knacken. Dafür müssen aber auch die Ziegelmärkte mitspielen: Die Werke sind nur zu 65 Prozent ausgelastet und noch immer gibt es Werksschließungen. Analyst skeptisch "Die Zahlen waren den Erwartungen entsprechend, die milden Temperaturen im Dezember haben positiv gewirkt, während im vierten Quartal sieben Millionen €Optimierungskosten sowie zusätzlich außerordentliche Abschreibungen durch Werksschließungen und -Stilllegungen angefallen sind", sagt Erste Group-Analyst Franz Hörl. Ob der Turnaround nachhaltig ist, sprich ob 2012 wieder ein positives Nettoergebnis erzielt werden kann, sei aus heutiger Sicht noch nicht sicher zu prognostizieren. "Wir erwarten derzeit ein kleines Plus. Die Vollübernahme von Pipelife sollte etwas helfen, allerdings ist der Nettoeffekt nach Finanzierungskosen nicht sehr groß", sagt Hörl. Die Aktie ist heuer stark gestiegen, die Kursziele der meisten Analysten sind erreicht. "Wienerberger ist ein überdurchschnittlich zyklisches Unternehmen, dementsprechend ist auch das Risiko für die Anleger nicht zu unterschätzen", sagt Hörl, der rät, die Aktie zu halten: "In einem besseren konjunkturellen Umfeld kann das Unternehmen gut verdienen, derzeit ist der Rückenwind von den Märkten jedoch noch nicht da." mehr Börse Wien…
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