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Wienerberger verdient acht Cent je Aktie, zwölf Cent Dividende

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von Leo Himmelbauer | 21.02.2012 | 07:59

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Wienerberger verdient acht Cent je Aktie, zwölf Cent Dividende

Bauwirtschaft. Der Ziegelkonzern Wienerberger hat im Vorjahr 40 Millionen € verdient, etwas mehr als erwartet, und ist zurück in der Gewinnzone.

WB/Mayr

Wienerberger-Chef Heimo Scheuch

Wien. Wienerberger-Chef Heimo Scheuch erfüllt die Erwartungen der Analysten, mehr noch: Der Ziegelkonzern hat im Vorjahr den Umsatz um 16 Prozent auf 2,024 Milliarden € gesteigert und ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das EBITDA verbesserte sich um 23 Prozent auf 258,6 Millionen €. Das EBIT wurde auf 79,1 Millionen € knapp verachtfacht. Das Konzernergebnis drehte von minus 39,6 auf plus 40,8 Millionen € oder acht Cent je Aktie. Scheuch stellt trotzdem eine Dividende von zwölf Cent je Aktie in Aussicht, zwei Cent mehr als zuletzt.

"Wir befinden uns zwar nach wie vor in wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten, aber wir möchten, dass auch unsere Aktionäre von der guten Entwicklung des letzten Jahres profitieren können", sagte Scheuch. Einen konkreten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gibt er nicht, weil die Unsicherheiten in zwei wichtigen Märkten, USA und Osteuropa, zu hoch sind.

Das vierte Quartal war durch milde Witterungsverhältnisse begünstigt. Mengenzuwächse in allen Produktgruppen brachten ein Umsatzwachstum von 17 Prozent auf 468,5 Millionen €. Das EBITDA fiel allerdings um elf Prozentn auf 449 Millionen €, was auf den Absatzmarkt Nordamerika zurückzuführen ist, der bei leichten Umsatzzuwächen rote Zahlen brachte. Das EBIT fiel auf minus 9,7 Millionen €. Nordamerika war auch im Gesamtjahr rot (EBIT minus 32 Millionen €). Der Umsatz fiel um sechs Prozent, während in allen anderen Regionen Zuwächse verzeichnet wurden. Am stärksten fielen sie in Zentral-Westeuropa aus (plus 15 Prozent).

Pipelife gewachsen

Wienerberger hat in der Vorwoche die Übernahme der restlichen 50 Prozent der Anteile am Kunststoffrohr-Hersteller Pipelife  zu einem Preis von 162 Millionen € bekannt gegeben. Da Pipelife zuvor at-equity konsolidiert war, wird sich der Umsatz der Wienerberger Gruppe pro Jahr um rund 800 Millionen € und das EBITDA um mehr als 20 Prozent bzw. rund 70 Millionen € erhöhen. Auch aus strategischer Sicht sei der Zukauf des Rohrsystemproduzenten ein Meilenstein, so Scheuch.  Wienerberger reduziert damit die Abhängigkeit vom konjunktursensiblen Wohnungsneubau von rund 70 auf 60 Prozent Umsatzanteil und eröffnet sich mit dieser Transaktion nachhaltiges Wachstumspotenzial in neuen Geschäftsfeldern sowie Märkten.

Pipelife hat im Vorjahr den Umsatz um zwölf Prozent auf 805 Millionen € erhöht und das EBITDA um 25 Prozent auf 69 Millionen € verbessert.

Ausgangsbasis für den Dienstag an der Börse sind 9,488 €. So viel kostet die Ziegel-Aktie nach Zugewinnen von 36 Prozent seit Jahresbeginn. Mit dieser Performce ist Wienerberger heuer Top 4 im Leitindex der Wiener Börse (besser sind nur Zumtobel, Erste und Raiffeisen). Im europäischen Baustoffsektor wird die Wiener Ziegelaktie nur vom türkischen Zementhersteller Aslan (plus 87 Prozent) und der schwedischen Lindab (plus 52 Prozent) überboten. Die Aktie des französischen Zement-Konzerns Lafarge übrigens ist Nummer vier, sie hat heuer 30 Prozent zulegt. Für Wienerberger scheint das Pulver an der Börse freilich verschossen. Das mittlere Kursziel der Analysten liegt bei 9,12 €, also unter dem aktuellen Kurs.

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