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Gold-Experte Uwe Bergold: "Gold jetzt nachkaufen"

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von Erich Pöltner | 22.12.2009 | 08:33

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Gold-Experte Uwe Bergold: "Gold jetzt nachkaufen"

Der Gold-Experte Uwe Bergold sieht die Gold- Hausse trotz des aktuellen Rückschlags noch lange nicht zu Ende. 2010 hält er Preise von bis zu 2000 $ je Unze für möglich.

APA

Uwe Bargold rät zum Kauf von Gold

Facts

Redaktion
Erich Pöltner
Fragen, Reaktionen und Anregungen bitte per E-Mail an: erich.poeltner@wirtschaftsblatt.at

WirtschaftsBlatt: Gold hat sich seit Anfang Dezember um über 100 Dollar verbilligt, ist der Höhenflug nun vorbei?

Uwe Bergold: Nein, wir sehen darin nur eine normale kurzfristige Korrektur. Längerfristig betrachtet ist die Goldpreis- Hausse nach wie vor im Laufen, ganz im Gegenteil ist die aktuelle Korrektur sogar eher eine Möglichkeit, Gold nachzukaufen.

Viele halten die Wirtschaftskrise für überwunden, könnte das ein Grund für die gesunkene Attraktivität von Gold sein?

Diese Erklärung greift zu kurz. Man spricht immer wieder davon, dass es die Krise war, die Investoren dazu veranlasste, Gold zu kaufen. Dabei übersieht man aber, dass Gold schon seit 2001 haussiert. Wir stellen bereits seit dem Jahr 2000 eine Wirtschaftskontraktion fest, die von der Politik mittels Deficit Spending bekämpft wird. Diese Politik ist die Ursache für die schleichende Inflationierung, die sich bereits seit der Jahrtausendwende feststellen lässt. Genau diese Inflationierung spiegelt der steigende Goldpreis wider.

Erwarten Sie im nächsten Jahr stärkere Inflationsschübe, um die ausufernde Staatsverschuldung in Griff zu bekommen?

Es gibt keinen Tag X, ab dem die Inflation steigen wird. Es handelt sich vielmehr um einen schleichenden Prozess. So sinkt die in Gold ausgedrückte Verschuldung in Deutschland schon seit Längerem, während diese in Yen oder Dollar gemessen noch weiter ansteigt. Kurz: die Inflationsrate liegt höher als das Wachstum der Verschuldung. Diese Art der Problemlösung für die Staatsverschuldung findet schon seit rund zehn Jahren statt. Sichtbar wird die Infla - tion aber erst dann werden, wenn die schleichende Inflation in eine galoppierende Inflation im zweistelligen Prozentbereich übergeht.

Halten Sie eine solche in nächster Zeit für möglich?

Ich bin mir sicher, dass es dazu kommen wird. Das könnte bereits in den nächsten zwei bis drei Jahren der Fall sein. Schon im zweiten Halbjahr 2010 sollten die offiziellen Inflationsraten aber schon auf fünf bis zehn Prozent steigen. Das erklärt sich daraus, dass die Rohstoffpreise gegenüber ihren Tiefstständen bereits deutlich gestiegen sind. Zeitverzögert werden diese dann über die Erzeugerpreise auch in steigenden Konsumentenpreisen ihren Ausdruck finden.

Keine Goldvermehrung mehr

Es ist immer wieder von einer Krise des Weltwährungssystems und der Rückkehr zur Golddeckung die Rede. Ist das realistisch?

Die Idee wird früher oder später zwingend umgesetzt werden müssen, weil nur mit goldgedeckten Währungen Marktverzerrungen verhindert werden können. Im 19. Jahrhundert zeigte sich, dass diese Idee funktioniert. Die damalige Golddeckung ermöglichte sogar den stärksten Wirtschaftsaufschwung in der Weltwirtschaft überhaupt. Diese Deckung kann aber auch über andere reale Werte laufen. Wichtig ist nur, dass keine beliebige Geldvermehrung mehr stattfinden kann.

Welche Rolle spielt die steigende Investmentnachfrage bei der Preisbildung?

Die Volumina der Gold-ETFs sind seit Jahren weltweit stark im Steigen. Die alte Angebots- Nachfrage-Situation, in der die Schmuckindustrie der Haupttreiber des Goldpreises war, existiert nicht mehr, mittlerweile dominiert ganz klar die Investmentseite. Aber auch die seit dem Jahr 2000 rückläu fige Minenproduktion übt Druck auf die Preise aus.

Mit welchen Goldpreisen rechnen Sie im nächsten Jahr?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich Gold in einem Preisband zwischen 1500 und 2000 $ bewegen wird.

Halten Sie Goldminenaktien, trotz des eher verhaltenen Ausblicks für die Aktienmärkte, im nächsten Jahr für ein lohnendes Investment?

Langfristig haben Goldminenaktien eine negative Korrelation zum Aktienmarkt, dennoch können sich diese heftigeren Turbolenzen oft nicht entziehen. Ich denke aber nicht, dass 2010 die Korrekturen am Aktienmarkt allzu signifikant ausfallen werden, da die in den Markt gepumpt Liquidität zwangsweise auch die Börsen stützen wird. Wir sehen die Lage für Minenaktien positiv, nicht zuletzt deswegen, weil die Minenindustrie zurzeit von einer sehr günstigen Umsatz-Kosten-Relation profitiert.

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14 Kommentare

The Turn of the Tide (1)


Die Studentenproteste können als Spiegel der Gesellschaft gesehen werden.

Die Leute wissen es stinkt gewaltig, nachdem aber alles mit allem zusammenhängt - wo anfangen.

Aus Wut entsteht Ohnmacht und letztendlich Resignation.

Es gibt keinen Neuanfang, solange das Ende hinausgeschoben wird - solange alte Strukturen aufrecht erhalten werden.

Neuland bedeutet, keine Vorstellung darüber zu haben, wo die Reise hingeht - um aber auf dem rechten Weg zu bleiben, reicht es zu wissen, was man NICHT WILL.

Von Gast: PickaBall am 23.12.2009 um 11:02

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The Turn of the Tide (2)


Die Krise wird im Verlauf mehr und mehr zum Katalysator, der ein Umdenken auslöst und die Einsicht bringt, dass man das Schlechte annehmen muss, um an das Gute zu kommen.

Die Ungleichverteilung der Vermögen und Schulden, als Wurzel des Übels wird nicht angegangen, daher sind Anzeichen für ein Überwinden der Krise nicht echt.

Je länger Pleiten aufgeschoben werden, desto weiter entfernt sich das Pendel von der Mitte und desto schwerer wird die Gegenbewegung.

Generäle kämpfen immer die „letzte“ Schlacht - und das war Depression.

Wir bekämpfen jetzt aber nicht die Depression, sondern dies ist ein Wiederbeleben der Ursachen für Depressionen - DIE SCHULDENBLASE.

Von Gast: PickaBall am 23.12.2009 um 11:02

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EC

...noch ein paar Jahre dann könnte das ganze Geldsystem crashen...was die Hochfinanz möglicherweise auch will...den wenn erstmal der 100 ige Bargeldlose Zahllungsverkehr kommt....hat man die komplette Kontrolle!

Von Gast: Gast: Semit am 22.12.2009 um 20:53

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Wir müssen die Masse aufwecken.....

und dazu braucht es eine einfache Sprache und gute Infos, die den Nerv treffen. Eine sehr gute Quelle ist da

das-bewegt-die-welt.de

Der aktuelle Artikel da über den Mittelstand ist fast ein Muß! Sowas bekomt man sonst nirgendwo zu lesen!

Von Gast: Gast: Fabian Thomas Hambüchen am 22.12.2009 um 19:20

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Re: Wieder mal

der Kretin Kastner :-)

Von Gast: Gast: scheissdreck am 22.12.2009 um 23:12

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@pickaball

sorry, aber du hast das system nicht verstanden: "da draussen gibt es genug geld" - aha. und warum wird dann weltweit gedruckt / erzeugt wie wild und es hilft nur temporär ?! schon mal drüber nachgedacht, dass die zeit des (fiat-)geldes vorbei ist, sobald es immer mehr gibt und die märkte damit zugeschmissen werden.
wirklich stichhaltige argumentation gegen hr. bergold kann ich hier nicht entnehemen...
wer soll deiner meinung nach das problem denn lösen, wenn nicht unternehmen / regierungen ?! hilft erst der mob auf der strasse mit dem messer zwischen den zähnen ? kann es sein, dass wir dahin steuern ?
einstein zitieren klingt immer weise - der hatte für die momentane situation aber auch kein rezept....

Von Gast: Gast: the voice am 22.12.2009 um 13:25

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Re: ...es gibt auch keines

Von Gast: PickaBall am 22.12.2009 um 16:03

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Re: Re: Man versucht eine Wasserflasche an den Niagara-Fällen aufzufüllen.


…das Geld kommt bei der Masse nicht an, sondern bleibt nur in den Händen weniger Geldbesitzer und treibt die Spekulation.

Von Gast: PickaBall am 22.12.2009 um 16:08

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Re: Re: Re: Ja,

das stimmt, Das Geld kommt bei der Masse nicht an und wenige sind am spekulieren und verursachen schon wieder eine Blase, die natürlich platzen wird, wie jede andere Blase auch.

Von Gast: Gast: trader555 am 22.12.2009 um 17:11

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Nicht neues

Die erwähnten Ansichten sind ja nichts neues. Seit Jahren wird aus dem Hause Bergold nichts neues mehr vermeldet und die gleichen Thesen stoisch weiter verbreitet. Die Performance der von Bergold persönlich gemanagten Fonds, u.a. der Noah Mix OP, lassen zu wünschen übrig uns sind für Geldvernichtungs-Fetischisten geradezu optimal.

Von Gast: Gast: Tobias Gere am 22.12.2009 um 13:09

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Golddeckung - der schnellste Weg in die Depression (1)


Der Kapitalismus ist kein System, dass auf Dauer funktioniert.

Vielmehr unterliegt er denselben Zyklen, wie alles Organische - Aufstieg, Blüte und Niedergang.

Die Politik glaubt, wenn sie Pleiten vermeidet, können sie ihren Wählern den Boom and Bust Cycle ersparen.

Wie man sieht, können wir bis zum endgültigen Niedergang nur zwischen zwei Übel wählen - Pleiten oder Spekulation.

Die Kapitalkonzentration, das eigentliche Übel war auch für die vorigen Depressionen verantwortlich, jedoch hat man nicht daraus gelernt.

Von Gast: PickaBall am 22.12.2009 um 12:22

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Golddeckung - der schnellste Weg in die Depression (2)


Es gibt genug Geld auf der Welt, es ist nur ungleich verteilt.

Immer mehr sind bis an ihr Limit verschuldet und nur ein kleiner Teil besitzt den Grossteil des Kapitals, da es aber zuviel ist um es auszugeben, fliesst es in die Spekulation.

UnternehmerRegierungen bevorzugen die Vermögenden gegenüber dem Rest der Bevölkerung, legal durch Steuerschlupflöcher, illegal durch die Verflechtungen mit der Wirtschaft.

UnternehmerRegierungen können dieses Problem nicht lösen, da sie sich sonst selbst bekämpfen müssten.

Es trifft wieder Einstein's Aussage zu, dass Probleme nicht mit derselben Denkweise gelöst werden können, durch die sie erschaffen wurden.

Von Gast: PickaBall am 22.12.2009 um 12:22

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Turbolenz

in Anbetracht der Kälte da draussen ersehne ich einen solchen...

Von Gast: Gast: Snui am 22.12.2009 um 12:17

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Re: Die Lösung gibts schon seit ein Jahrhundert

Es ist klar, dass durch den Zineszins Effekt, das Geld ins endlose steigt, und die Wirtschaft hat einen linearen Anstieg - dieses System ist verdammt alle 80 Jahre spätestens zusammenzubrechen.
Edelmetalle und Kunst sind eine gute Absicherung, doch damit ist das System immer noch unter Kontrolle von einigen Reichen, die es auch nicht besser verstehen, und ganze Völker in die Knie zwingen, weil sie das Geld für sich arbeiten lassen möchten. Doch habt ihr schon Geld arbeiten sehen? Ich nicht, es sind immer einige Arme, die das tun zugunsten ein minimaler Teil Reichen.
Hier die Lösung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Gesell

Weiterführende Infos:
http://www.humanwirtschaftspartei.de/

http://www.freiheitswerk.de/

Von Gast: Gast: Lösung am 22.12.2009 um 18:09

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