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Dialog-backdrop Das Jahrzehnt, in dem der Anleger die Rohstoffe entdeckteInvestierte man zu Beginn des Jahrzehnts in Rohstoffe, gehörte man - im Gegensatz zu Aktieninvestoren - zu den Gewinnern. Mit der Dekade könnte aber auch der Boom enden. Das neue Jahrtausend begann aus Aktionärssicht mit einer Katastrophe - und zwar dem Platzen der Dotcom-Blase. Technologieaktien und Internet-Papiere, die zu völlig überhöhten Preisen gkauft worden waren, wurden vom Börseparkett gefegt und rissen das gesamte Aktienuniversum mit sich. "Der darauf folgende Aufschwung der Märkte wurde dann zwar noch einmal von IT- und Internet-Aktien begonnen, die Anleger begaben sich aber auf die Suche nach neuen Anlagehäfen", erklärte Alfred Reisenberger, Chef des Austrian & CEE Equity Research von Credit Agricole Cheuvreux, in Wien anlässlich des jüngsten Wertpapierforums des Business Circle. Besagte Anlageziele fanden die Anleger vor allem in zwei Klassen: Finanztitel und Rohstoffe. Das führte dazu, dass Rohstoff-Anleger grosso modo über das vergangene Jahrzehnt schöne Gewinne einstreifen konnten, was wiederum nicht zuletzt daran lag, dass im Verlauf der Jahre auch immer mehr Produkte gestrickt wurden, über die der private Anleger in den Rohstoffmarkt einsteigen konnte. Hat man im selben Zeitraum in seinen Investments den S&P 500 oder den EuroStoxx nachgebildet, hat man ein Minus von 40 Prozent hinnehmen müssen. Nimmt man die Futures-Liste des Nachrichten- und Datendienstleisters Bloomberg als Basis, so hat unter den wichtigsten Rohstoffen (siehe Liste und Performance oben) gerade eine Rohstoff-Position an Wert verloren: Bauholz. Alle anderen Klassen sind im Plus. Zucker in... An die Spitze hat sich Zucker gesetzt, der gerade in den vergangenen Monaten von den Sorgen um Produktionsengpässe und dem immer noch schwachen Dollar profitiert hat. Trotz der jüngsten Zucker-Rally haben sich in den vergangenen Jahren aber andere Rohstoffe in die Schlagzeilen gedrängt: vor allem Gold, Erdöl und Kupfer. Dabei hat es immer wieder verschiedene Modeerscheinungen gegeben. Etwa den Versuch, Kupfer-Kontrakte in die Enge zu treiben, was im Jahr 2008 zu einem historischen Hoch geführt hat. Lag am Anfang der Hausse noch die Spekulation auf eine Art Endlos-Nach frage aus China, wurde Kupfer-Spekulation bald zu einem Selbstläufer. War die Kupfer-Rally schon besorgniserregend, schockierte der Ölpreis im vorigen Jahr die Bevölkerung noch deutlich stärker, fand sie den Rekordpreis von 140 Dollar je Barrel doch täglich in Benzinpreisen wieder, die in Österreich auf bis zu 1,4 € je Liter stiegen und wöchentlich bezahlt werden mussten. Auch hier wurden Versorgungsängste, gemischt mit dem Glauben an ein ewig währendes Konjunkturwunder mit entsprechender Treibstoffnachfrage, zu einem Selbstläufer. Besonders paradox und ärgerlich musste dabei der Anstieg des Dieselpreises erscheinen, der dazu führte, dass dieser Treibstoff teurer als Benzin wurde. Die Lösung des Paradoxons: Diesel ist ein klassischer Industrietreibstoff, Benzin eher ein Privat-Rohstoff. Mit der boomenden Wirtschaft stieg die Nachfrage nach Diesel stärker als die nach Benzin - die Preisverhältnisse kehrten sich um. ... Gold aufwiegen Die bange Frage vieler Golddukaten-Besitzer galt natürlich auch den Gold-Futures. Die 1000-Dollar-Hürde wurde spektakulär und nach Ansicht der meisten Analysten auch nachhaltig genommen. Ein weiteres Haussieren erscheint jedoch unwahrscheinlich - auch aus einem generellen Grund. Wiederholt sich die Geschichte der Dotcom-Krise, war das Anziehen der Rohstoff- und Finanztitel laut Reisenberger nämlich nur ein Strohfeuer, dem eine Hausse neuer, bislang noch nicht näher definierter Anlageklassen Platz machen wird. Mit dem Ende des Jahrzehnts könnte also auch das Ende des Rohstoff-Booms eingeläutet sein. mehr Investor…
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Rohstoff-Boom ist nur aufgeschobenNach dem ausgezeichneten Jahr 2009, in dem Rohstoffindizes um bis zu 50 Prozent... wirtschaftsblatt.at Service-Tools
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