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Chinesisches Neujahr befeuert Eisenerzpreise

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07.01.2010 | 15:29

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Chinesisches Neujahr befeuert Eisenerzpreise

Die Konjunktur wird in Fernost nicht zuletzt durch die staatlichen Stützungsprogramme in China angetrieben. Und das wirkt, könnte man meinen. Innerhalb der letzten vier Wochen legten die Eisenerzpreise am Spotmarkt um ein Viertel zu, Experten führen das aber auf anstehende Feiertage zurück.

WB/Tanzer

Der Spotmarktpreis für hochwertiges, 62%iges Eisenerz hat in China in den letzten vier Wochen um 24 Prozent zugelegt. Zulegt lag der Preis am Mittwoch bei umgerechnet 124,80 US-Dollar für eine metrische Tonne des Erzes. Seit dem Jahrestief im März hat sich der Preis damit sogar gut verdoppelt.

Nach Aussagen von Goldman Sachs-Experten handelt es sich dabei aber eher um „Panikkäufe" chinesischer Stahlerzeuger. Auch weitere Analysten sind davon überzeugt, dass die Käufer im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfestes ihre Lager noch auffüllen wollen. Ab dem 14. Februar kommt das Leben in China im Rahmen der Feierlichkeiten für rund eine Woche fast zum Erliegen.

Die derzeitigen Eindeckungskäufe werden laut Goldman Sachs wohl auch die Profitabilität der chinesischen Stahlhersteller beeinflussen und zwar auch mittelfristig. Bereits Ende des Jahres 2009 ging die China Iron und Steel Association davon aus, dass die Gewinne der 72 größten Stahlhersteller des Landes gegenüber dem Jahr zuvor um bis zu 41 Prozent einbrechen könnten.

Für das laufende Jahr haben die Experten von Goldman Sachs die durchschnittlichen Eisenerzpreise (inklusive Transport) für Spotmarktgeschäfte gegenüber 2009 um rund 20 Prozent auf 111 Dollar je Tonne angehoben.

Die derzeit hohen Spotmarktpreise werden sich aber wohl auch auf Preise in den langfristigen Jahresverträgen auswirken. Die diesbezüglichen Gespräche starten derzeit und sind üblicherweise bis Anfang April abgeschlossen. Dann startet das japanische Fiskaljahr.
Experten gehen nun davon aus, dass auch die Preise für Eisenerzlieferungen auf Jahresbasis ab 1. April gegenüber der Saison 2008/2009 deutlich steigen werden. Kalkuliert wird derzeit mit einem Aufschlag von 10 bis 30 Prozent wobei das Endergebnis laut Experten wohl „eher zum oberen Rand tendieren wird".
Profitieren würden davon wohl nicht zuletzt die drei größten Lieferanten aus Brasilien bzw. Großbritannien/Australien Vale SA, Rio Tinto und BHP Billiton, respektive deren Aktienkurse.

(ekh)

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