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Nichts stellt sich zwischen Coporates und ihre Rally

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von Astrid Schuch | 13.01.2010 | 18:17

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Nichts stellt sich zwischen Coporates und ihre Rally

Wenn es nach den Experten geht, haben Corporate Bonds noch mehr Raum für Performance. Dennoch gibt es Risiken – und Einzelinvestments sind nicht für jeden geeignet.

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Was für ein Kickoff 2010! Laut Daten von Merrill Lynch legten Unternehmensanleihen mit einer Performance von im Schnitt ca. einem Prozent den besten Jahresstart seit 1998 aufs Parkett. Die 2009er-Rally setzt sich also scheinbar unaufhaltsam fort. Aktuell schätzt der Markt das Risiko von Unternehmensausfällen so niedrig ein wie seit dem Beinahe-Ausfall von Bear Stearns im März 2008 nicht mehr: Die Versicherung gegen den Ausfall einer fünfjährigen, europäischen Hochzins (HY)-Anleiheschuld kostet keine 400 Basispunkte pro Jahr , was weniger als ein Drittel des März-Hochs von über 1100 Basispunkten ist - eine Performance, die sich sehen lassen konnte.

Laut dem Merrill Lynch Euro HY Index brachte das Segment Investoren 2009 eine Rendite von 75 Prozent und musste sich nur der „Königsklasse" der Junk-Bonds geschlagen geben - den US-Unternehmensanleihen mit einer Bonität von CCC oder darunter: Wer sich beim Renditehoch im März 2009 in diesen Rentenbereich wagte, hat seither ein Plus von 124 Prozent im Portfolio. Der Risikoaufschlag dieser Bonds auf äquivalente Staatsanleihen fiel zum Jahresauftakt auf 9,82 Prozentpunkte - im März des vergangenen Jahres waren es sage und schreibe 36,7 Prozentpunkte. Der Anteil der notleidenden Emittenten am HY-Segment liegt damit nur noch bei 15 Prozent im Vergleich zu 88 (!) Prozent vor einem Jahr.

Ein Grund für die Fortsetzung der Corporates-Rally war der erstmalige Rückgang der Ausfallsrate seit zwei Jahren: Laut der Ratingagentur Moody's fiel sie im vierten Quartal 2009 auf 12,5 Prozent von 12,6 Prozent im Vorquartal. Auch die US-Ausfallsrate war den Bonitätsexperten zufolge rückläufig. Nur in Europa stieg sie von 9,7 im Vorquartal auf 10,2 Prozent. Das große Bild sieht Moody's wie folgt: „Die Frequenz der Ausfälle hat sich in den letzten Monaten massiv verringert, weshalb die globale Ausfallsrate das zyklische Hoch bereits erreicht haben dürfte." Sofern die globale Konjunkturerholung nicht ins Wanken gerät, dürfte die weltweite Ausfallsrate bis Ende des Jahres auf 3,3 Prozent zurückgehen.

Expertenzuversicht
Was die Rally-Zukunft angeht, ist Mikhail Foux von der ­Citigroup optimistisch: „Die ­Spreads sind historisch immer noch attraktiv. Der Trend bleibt bullish." Stefan Isaacs von M&G bestätigt dem WirtschaftsBlatt basierend auf der Gesundung der Bilanzen und dem anhaltenden Geldfluss in die Asset-Klasse: „Es gibt definitv noch Platz für eine ­Spreadeinengung." Weil im Laufe des Jahres womöglich die Renditekurve bei Staatsanleihen nach oben wandern könnte, erwartet der Fondsmanager, „dass Corporate Bonds 2010 mit höheren Renditen beenden werden als den Niveaus, die wir jetzt sehen". Das untergrabe aber nicht die Spreads und den Ertrag der Anleger. Zu den größten Risken zählt Isaacs etwaige „Policy"-Fehler wie Zinserhöhungen, die die Wirtschaft noch nicht vertragen würde.

Experten orten zudem auch die Gefahr einer enttäuschenden Berrichtssaison und der massiven Emissionsflut (siehe rechts). Für Isaacs wird 2010 jedenfalls ein Stock-Picker-Markt. Die Warnung: „Sollten die Emittenten aufhören, ihre Kreditwürdigkeit weiter zu verbessern und vermehrt Schulden aufnehmen, muss der Anleger sich dessen bewusst sein." An alle, die sich zu den Stock-Pickern zählen, ein Tipp: Isaacs setzt in seinen Fonds aktuell mitunter auf defensive Pharma- und zyklische Minenwerte wie ArcelorMittal oder Xstrata. Bei Sektoren, die zu stark vom Konsumenten abhängig sind, ist er hingegen „nervös". Und wer ein Einzelinvestment nicht wagen will, findet unten die besten Fonds 2009 im Überblick.

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