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Dialog-backdrop Die schwerst bewaffnete Nation der Welt auf dem Weg zum Emerging MarketDie Prognosen für das US-Wachstum 2010 liegen bei knapp drei Prozent - vereinzelt wird sogar das Doppelte für möglich gehalten. Hype. Militärisch gesehen sind die USA nach wie vor die unangefochtene Nummer eins der Welt (siehe Seiten 4 bis 10). 607 Milliarden zu 85 Milliarden Dollar steht das Match laut jüngster offizieller Zahlen zwischen der Nummer eins, USA, und der Nummer zwei, China. Stellt sich die Frage, ob diese militärische Übermacht wirtschaftlich zu halten ist - Zweifel sind langfristig angebracht, steht das Verhältnis der jeweiligen BIPs nur 14,2 zu 4,4 Billionen Dollar - logischerweise zu Gunsten der USA. Doch diese Lücke wird sich im Verlauf des abgelaufenen Jahres etwas geschlossen haben, darf man doch nicht vergessen, dass China wahrscheinlich ein Jahres-BIP von acht bis neun Prozent plus ausgewiesen hat, während die US-Wirtschaft im Gegensatz zum US-Verteidigungsbudget den Prognosen zufolge um 2,5 Prozent geschrumpft ist. Stellt sich die Frage, ob sich die Wachstumsraten der USA im laufenden Jahr stabilisieren werden - und hier gehen Analysten von einem recht deutlichen "Ja" aus. Der von Bloomberg ermittelte Konsens erwartet ein Plus von 2,7 Prozent, im Jahr darauf sogar von 2,9 Prozent. Solche Raten hat man in den Vereinigten Staaten zuletzt während der Hochkonjunktur im Jahr 2006 gesehen. Bullish. Einzelne Ausreißer gibt es in diesen Szenarien auch: Interessanterweise handelt es sich im konkreten Fall jedoch um kein Institut, das in einem obskuren Eck der USA beheimatet ist, sondern um die Deutsche Bank - und da gleich um US-Chef-Ökonom Joseph LaVorgna. Dieser "wäre mittlerweile nicht mehr überrascht, wenn die US-Wirtschaft (nach der ohnehin schon bullishen Ansage von vier Prozent vom vergangenen Monat, Anm.) im laufenden Jahr um bis zu sechs Prozent wachsen würde". Ein Wachstum, das man eigentlich nur von Emerging Markets kennt. LaVorgna stützt dieses Szenario auf Anstiege der Lagerbestände sowie steigende Umsätze bei Gebrauchsgütern. Seine Kollegen aus der Aktienabteilung "haben das Gefühl, dass die US-Arbeitslosigkeit ihren Höhepunkt erreicht hat". Letzteres wäre in der Tat eine gute Nachricht - erste Indikatoren gab es vergangene Woche, als die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosengeld um gerade einmal 11.000 Stück gestiegen ist. Allerdings ist die Abflachung der Kurve auch dringend nötig, hat die Arbeitslosenquote mit rund zehn Prozent doch bereits zu Jahresbeginn die Befürchtungen der Ökonomen für 2010 erfüllt. Positiv: Die Wintermonate stellen in der nördlichen Hemisphäre traditionell die schwächste Periode aus Sicht des Arbeitsmarktes dar. Niedrigzins. Entspannen kann sich kurzfristig jedenfalls die Fed - die Inflation ist zuletzt niedrig geblieben -, aus dem Einzelhandel scheint es vorerst keine Signale für Preissteigerungen zu geben. Das bedeutet, die "aktuelle Zinspolitik kann zumindest die nächsten sechs Monate aufrechterhalten werden", wie William Dudley, Chef der New York Federal Reserve, zuletzt erklärte. Der Fed-Mann gibt sich kämpferisch: "Bevor ich auch nur irgendeinen Anstieg der Leitzinsen befürworte, muss ich eine Wirtschaft sehen, die zum einen stark genug ist, um die Arbeitslosigkeit zu drücken. Zum anderen ist die Inflationsrate wichtig. In Sachen Inflation sieht es gut aus, in Sachen Arbeitsmarkt nicht." mehr Investor…
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