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Dialog-backdrop Kräftige Ergebniszuwächse gibt es erst im zweiten HalbjahrAusblick. Die Berichtssaison zum vierten Quartal ist bislang eher zäh angelaufen. Dafür ist jedoch der Ausblick für die meisten Branchen nicht so schlecht. vergrößernGrafik
Knapp ein Drittel der im Stoxx 600 gelisteten Unternehmen hat bislang die Zwischenberichte zum vierten Quartal vorgelegt. Und derzeit gibt es eigentlich keinen Grund zum Jubeln. Denn im Schnitt sind die Ergebnisse gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 um 9,3 Prozent gefallen. Nur die Unternehmen aus den Sektoren Erdöl & Erdgas, Verbrauchsgüter sowie dem Gesundheitswesen stachen im Schnitt positiv hervor. Bisher haben 15 Unternehmen aus dem Bereich Erdöl & Erdgas ihre Zwischenbilanz vorgelegt und dabei durchschnittlich ein Plus von 9,95 Prozent erwirtschaftet. Bei den 16 Unternehmen aus dem Sektor Verbrauchsgüter - dieser umfasst die Branchen Automobilhersteller und Zulieferer, Nahrungsmittel und Getränke sowie Konsumgüter und Haushaltswaren - gab es einen Ergebnisanstieg um 10,42 Prozent. Satte Gewinne Allerdings war dieser in erster Linie Daimler und dem Reifenhersteller Nokian Renkaat zu verdanken. Am besten schnitten jedoch die 17 Unternehmen aus dem Gesundheitswesen ab: Hier gab es einen Gewinnanstieg um satte 48,7 Prozent, wofür in erster Linie das schwedische Pharmaunternehmen Meda mit einem Zuwachs von 178,6 Prozent verantwortlich war. Die restlichen Sektoren wiesen durchwegs Ergebnisrückgänge auf. Bei der Versorgung hielt sich das Minus mit drei Prozent noch in Grenzen, bei den Verbraucherdiensten sind es bereits 13,6 Prozent, um die das Ergebnis gefallen ist, Industrieunternehmen mussten im Schnitt einen Rückgang um 20,9 Prozent ausweisen, während es bei Technologie und Finanzdienstleistungen 31,7 und 34,9 Prozent waren. Besonders schlimm erwischte es den Sektor Grundstoffe: Hier fiel das Ergebnis im Vergleich zum vierten Quartal 2010 sogar um 61,5 Prozent. Aufschwung An den Börsen wird aber bekanntlich nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft gehandelt. Insofern können wir aufatmen - auch wenn wir mit einer kurzen Atempause rechnen müssen. Denn auch die Zahlen für das erste Quartal werden nicht gerade toll ausfallen, so die Prognose der Analysten. In Summe rechnen sie mit einem Ergebnisrückgang um durchschnittlich 7,6 Prozent. Bei den Verbrauchsgütern sollten die Ergebnisse allerdings um 28,6 Prozent steigen, bei den Verbraucherdiensten wird ein Plus von knapp sieben Prozent erwartet und der Sektor Erdöl und Erdgas sollte ein Plus von rund drei Prozent ausweisen. Um eine Spur besser sieht es für das zweite Quartal aus. Querbeet sollten die im Stoxx 600 gelisteten Unternehmen ein Plus von rund einem Prozent erwirtschaften. Wobei Unternehmen aus dem Sektor Verbrauchsgüter mit einem Anstieg um 17,4 Prozent und jene aus der Branche Erdöl & Erdgas mit einem Plus von 10,4 Prozent zu den Top-Performern zählen sollten. Wer wieder ordentliche Ergebnisanstiege sehen will, muss auf das dritte Quartal warten. In der zweiten Jahreshälfte sollte es bekanntlich mit der Konjunktur wieder aufwärts gehen. Dem entsprechend haben die Analysten ihre Erwartungen wieder hinaufgesetzt. Für den gesamten Index wird für das dritte Quartal mit einem Ergebnisanstieg um 14,3 Prozent gerechnet. Wobei hier die Bereiche Verbrauchsgüter und Finanzdienstleistungen mit prognostizierten Zuwächsen um 45,5 und 50 Prozent glänzen. Schwache Basis Im vierten Quartal sollten die Zahlen wieder ganz nach unserem Geschmack sein, sieht man von den Verbrauchsgütern (minus 25,4 Prozent) und Gesundheitswesen (plus 3,3 Prozent) ab. In den anderen Sektoren wird es laut den Analystenschätzungen zu Zuwächsen zwischen 26 und 35 Prozent kommen. Bei den Finanzdienstleistungen wird ein Ergebnisplus von 96,8 Prozent erwartet. Diese Zuwächse erscheinen auf den ersten Blick etwas zu optimistisch. Allerdings dürfen wir eines nicht vergessen: Das vierte Quartal 2011 war ja schwächer - insofern ist es natürlich leichter, heuer die Ergebnisse zu steigern.
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