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Am Acker trennt sich wieder einmal die Spreu vom Weizen

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von Manfred Haider | 20.02.2012 | 10:31

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Am Acker trennt sich wieder einmal die Spreu vom Weizen

Agrarstoffe. Palmöl steigt auf den höchsten Stand seit drei Monaten, die Kaffeepreise rutschen ab. Genug Gesprächsstoff für die Bauern in aller Welt also -und ein Fressen für Daytrader.

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Die Preise für Agrarstoffe entwickeln sich zuletzt recht unterschiedlich Palmöl gewinnt wieder an Fahrt.

Der Risikoappetit an den Aktienmärkten ist zurückgekehrt und hat in diesem Jahr dem Großteil der Anleger Gewinne beschert. Wesentlich differenzierter ging es zuletzt bei Agrarrohstoffen zu. Sojamehl und Raps etwa sind auf Eurobasis in den vergangenen drei Monaten besonders gut gelaufen, gesunken sind hingegen die Preise für Kakao und Kaffee (s. Grafik). Auf Dollarbasis sind die Futures für Arabica-Bohnen sogar auf den tiefsten Stand seit November 2010 gerutscht.

Anleger auf der Palme

Vom anziehenden Ölpreis haben sich die Palmöl-Futures anstecken lassen, die auf den höchsten Stand seit drei Monaten geklettert sind. Grund dafür wiederum ist der gestiegene Optimismus für die US-Wirtschaft. Laut den in der Vorwoche präsentierten Daten stellten zuletzt so wenige Amerikaner einen Neuantrag auf Arbeitslosenhilfe wie seit vier Jahren nicht mehr. Bei Palmöl kommt hinzu, dass Malaysia seine Exportprognose für 2012 um zehn Prozent angehoben hat. Das Land ist für 39 Prozent der globalen Produktion und für 44 Prozent der weltweiten Exporte verantwortlich.

Die Futures für Mais und Weizen entwickelten sich zuletzt zwar sehr verhalten, Rückenwind kam in der Vorwoche aber vom US-Landwirtschaftsministerium, das die US-Exportzahlen veröffentlichte. Die Maisexporte stiegen im Vergleich zur Vorwoche auf 1,07 Millionen Tonnen und lagen damit 21 Prozent über dem Durchschnitt der letzten vier Wochen. Gleichzeitig erreichten sie das höchste Niveau seit knapp vier Monaten. Laut Einschätzung der Commerzbank haben offensichtlich viele Importeure das niedrigere Preisniveau zu verstärkten Käufen genutzt, allem voran Mexiko und Ägypten.

Short oder Long

Deutlich zurückhaltender waren die Käufer bei Weizen und Sojabohnen. Die US-Weizenexporte lagen im Wochenvergleich um 31 Prozent und die Sojabohnenexporte um 26 Prozent unter dem Vierwochenschnitt. Die Preise wurden aber durch Mais mit nach oben gezogen. Sojabohnen profitierten zusätzlich davon, dass die weltweit drittgrößte Exportnation Argentinien ihre Ernteprognose für 2012 nach unten revidierte.

Wer auf einzelne Agrarrohstoffe setzen will, findet ob der doch recht volatilen Futures ein weites Betätigungsfeld vor; wer sein Risiko streuen will, dürfte bei ETC richtig sein. ETF Securities etwa hat ein Long- (s. rechts) und ein Short-Produkt (ISIN: DE000A0V9XH7) auf einen breiten Agrarrohstoff-Index in der Palette. Größte Positionen sind Sojabohnen und Mais.

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