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Dialog-backdrop Ölpreis auf Neun-Monats-HochErdöl. Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Konflikt um das iranische Nuklearprogramm kletterte der Ölpreis auf den höchsten Stand seit Mai 2011. Die Ölpreise haben angesichts der verschärften Lage im Iran weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent notierte im Tagesverlauf bei 120,99 $(91,16 €). Ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI (West Texas Intermediate) kostete Montagnachmittag 105,44 $(79,44 €).Damit erreichten beide Preise die höchsten Werte seit Mai vergangenen Jahres. Diese Preisentwicklung ist vor dem Hintergrund vorangegangener politischer Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran rund um das iranische Nuklearprogramm zu sehen. Der Westen verdächtigt den Iran, die betriebene Urananreicherung unter dem Deckmantel ziviler Nutzung zur Entwicklung von Atomwaffen zu benutzen. Mit einem Importstopp auf iranisches Öl wollte die EU den Iran bereits im Winter zum Einlenken im Atomstreit und zur Aufgabe der Urananreicherung zwingen. Neue Sorge um Iran Auslöser für die aktuelle Verschärfung im Atomstreit waren Äußerungen von Diplomaten, wonach die Installation einer Vielzahl neuartiger Uranzentrifugen in der neuen Anreicherungsanlage in der Stadt Fordo (Provinz Ghom) unmittelbar bevorstehe. Die schnelleren und leistungsstärkeren Zentrifugen könnten den Prozess der Urananreicherung -für welche Nutzung auch immer -erheblich beschleunigen. Kein Grund zur Panik Der Iran reagierte auf die Anschuldigungen und Embargodrohungen der EU mit einem Öllieferstopp für Großbritannien und Frankreich. Angaben der iranischen Regierung zufolge soll der Ölexportstopp auch auf andere EU-Länder, darunter Griechenland, Italien, die Niederlande, Portugal und Spanien, ausgedehnt werden. "Wir werden unser Öl an neue Kunden verkaufen", hieß es in einer Stellungnahme eines Regierungssprechers. Auch wenn die Nachricht des Lieferstopps den Ölpreis auf den höchsten Stand seit Mai 2011 ansteigen ließ, ist die Maßnahme des Irans angesichts der globalen Erdölproduktion auch nicht überzubewerten. Die betroffenen Lieferungen nach Großbritannien und Frankreich betreffen weniger als 0,1 Prozent der weltweiten Erdölproduktion. Die iranische Maßnahme dürfte somit lediglich psychologische Wirkung haben, damit aber dennoch eine gewisse Unsicherheit am Ölmarkt schüren.
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Quelle: de.exchange-rates.org
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