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Dialog-backdrop WTO macht Weg zu Seltenen Erden Chinas freiWelthandel. Wie groß die Abhängigkeit der High-Tech-Produzenten vom Reich der Mitte ist, hat die unverhohlene Erleichterung im Westen nach dem Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) im Rohstoffstreit mit China erneut deutlich gemacht. Von einem "enormen Sieg" sprach der US-Handelsbeauftragte Ron Kirk. Als "großen Erfolg" bejubelte EU-Handelskommissar Karel de Gucht, dass Chinas Exportrestriktionen bei einigen Spezialrohstoffen der Industrie von der WTO-Berufungsinstanz in Genf für illegal erklärt wurden. Nun müsse Peking sich beugen, forderte am Dienstag auch der Bundesverband der Deutschen Industrie. Schließlich seien "alle am Rohstoffhandel beteiligten Länder auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen". Der Spitzenverband hatte am Montag bekanntgegeben, sich für die Sicherung strategisch wichtiger Rohstoffe auf den Weltmärkten stärker in Stellung bringen zu wollen. Dafür wollen zunächst zwölf Unternehmen den Aufbau einer "Allianz zur Rohstoffsicherung" finanzieren. China drehte den Hahn zu Was Millionen von Otto-Normalverbrauchern unter den Handy-Nutzern der Welt fast völlig vorbeiging, hatte 2009 in den westlichen Industrie-Chefetagen die Alarmglocken schrillen lassen: China kündigte an, die Quoten für neun begehrte Rohstoffe - darunter Mangan, Magnesium, Siliciumcarbid, Baxit, Phosphat und Flussspat - zu drosseln. Derartiges scheint nun zwar abgewendet, auch wenn China den WTO-Spruch nur mit spürbarem Zähneknirschen zu "respektieren" versprach. Doch die Hoffnungen der mit China heftig konkurrierenden Wirtschaftsmächte USA und EU gehen weit über das Genfer Urteil hinaus. "Viel wichtiger sind uns doch die Seltenen Erden", sagte ein mit der WTO befasster westlicher Diplomat. "Da hoffen wir auf eine Signalwirkung des jetzigen Rohstoffurteils." Quasi-Monopol Kaum ein Disput zwischen China und dem Westen bewegt die Gemüter mehr als das Tauziehen um die sogenannten Metalle der Seltenen Erden wie Scandium, Lanthan, Promethium oder Europium. Einige der insgesamt 17 Elemente, die unter dem vereinfachten Begriff Seltene Erden zusammengefasst werden, sind wegen ihrer Bedeutung für die Computer- und Kommunikationsindustrie zum Synonym für Zukunftsfähigkeit geworden. Mit der jetzigen Entscheidung von Genf wächst in wirtschaftlichen Krisenzeiten der Druck auf China, sich besser an internationale Handelsregeln zu halten. Auch im Wahlkampf in den USA werden die Stimmen lauter, Peking gegenüber die Muskeln spielen zu lassen. Aufgrund bisheriger Erfahrungen gehen Beobachter aber davon aus, dass sich China an die Vorgabe aus Genf halten wird. Es wurde auch damit gerechnet, dass China den Streit vor dem bevorstehenden Besuch von Vizepräsident Xi Jinping am 14. Februar in Washington nicht eskalieren will: Nichts soll den Antrittsbesuch des künftigen Staats- und Parteichefs trüben, der im Herbst in Peking das Ruder übernehmen soll. (dpa/ Andreas Landwehr/Thomas Burmeister/ekh) mehr Rohstoffe & Währungen…
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Quelle: de.exchange-rates.org
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