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Dialog-backdrop 100 Millionen Euro Gewinn für Investoren um Tilo BerlinBeim Verkauf der Hypo Kärnten an die Bayern gibt es immer mehr offene Fragen. Vor allem die sagenhaften Profite der Gruppe um Tilo Berlin sorgen für Verwunderung.
Zufriedene Gesichter beim Bankendeal: BayernLB-Chef Werner Schmidt, Landeshauptmann Jörg Haider und der zukünftige Hypo-Chef Tilo Berlin
Mit dem Verkauf der Hypo Kärnten, der gestern besiegelt wurde, hat der deutsche Vermögensverwalter Tilo Berlin das Geschäft seines Lebens gemacht. Berlin wird nicht nur neuer Hypo-Chef, sondern hat, wie auch seine unbekannten Hintermänner, geschätzte 100 Millionen Euro an dem Deal verdient. Wer steckt hinter der geheimnisvollen Berlin-Gruppe? Bisher ist nur bekannt, dass der Industrielle Veit Sorger, Obmann der Industriellenvereinigung, und einige Kärntner Stiftungen bei Berlin mit an Bord seien. "Ich fordere seit Tagen, die Hintermänner von Berlin offen zu legen", sagt Kärntens SPÖ-Chefin Gaby Schaunig. Die SPÖ will nun erreichen, dass sich der Rechnungshof und der Banken-Ausschuss mit den Umständen des Verkaufs auseinandersetzen. Rätselhafte GraWe Hypo Aufsichtsratschef Wolfgang Kulterer - er arbeitet auch für die "Flick"-Stiftung - sagte im Wochenmagazin "profil", im Dezember 2006 bei der BayernLB angerufen zu haben. Und genau zu diesem Zeitpunkt stieg auch die Berlin-Gruppe im Rahmen einer Kapitalerhöhung bei der Kärntner Bank ein. Die geheimnisvollen Investoren sicherten sich via Optionen bis zu 25 Prozent der Hypo-Aktien von der Grazer Wechselseitigen-Versicherung (GraWe). Berlin&Co haben dafür kolportierte 650 Millionen Euro ausgegeben. Nun verkaufen sie den Grossteil der Anteile mit einem immensen Gewinn an die BayernLB weiter. Das Verhalten der GraWe gibt Rätsel auf. Die Versicherung muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die Aktien viel zu billig an die Berlin-Gruppe abgestossen und dabei 100 Millionen Euro liegen gelassen zu haben. Immerhin erhält die GraWe als Trostpflaster eine Sonderdividende von 22 Millionen Euro. Deal mit Kroaten Auch die Unternehmensbewertungen sorgen für Verwunderung. Beim Einstieg der Berlin-Gruppe wurde der Wert der Hypo mit 2,6 Milliarden Euro angegeben. Jetzt, beim Verkauf an die BayernLB, wird der Wert der Bank auf 3,2 Milliarden Euro taxiert. Dies überrascht, vor Kurzem wurde die Tochter "Hypo Consultants" (Immobilienprojekte am Balkan) an kroatische Investoren verkauft. Informierte Kreise meinen, dass der Verkauf der Consultants eine Bedingung der Bayern gewesen ist. In die Tochter sollen Balkan-Projekte, mit denen die Bayern nichts zu tun haben wollten, gepackt worden sein. Kommentare… Kommentar hinzufügen… |
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1 Kommentar
Insidertrading?
Es draengt sich der Verdacht auf, dass hier alles nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Die Flick Vermoegensverwaltung soll angeblich auch Kunde bei Berlin sein. Das haessliche Wort "Insidertrading" draengt sich auf. Man hat den Eindruck, dass es sich um ein abgekartetes Schmierentheater handelt, bei dem der Herr Belin richtig Kasse gemacht hat. Das lezte Wort, sollte sich der Verdacht des Insidertradings bestaetigen,ist allerdings noch nicht gesprochen.
Wir sehen offebar erst den Anfang eines riesigen Skandals, der auch Haider noch fortschwemmen koennte. Ein grossser Verlust ware das sicherlich nicht, weder fuer Kaernten, noch fuer Oesterreich.
Dr. Alexander von Paleske
Head, Department of Oncology
princess Marina Hospital
Gaborone/Bostwana
Ex Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)
Von Gast: Gast: Dr. Alexander von Paleske am 25.05.2007 um 13:22
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