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Zeman nutzt Auftragsflaute, um zu investieren

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von Daniela Friedinger | 27.01.2010 | 12:32

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Zeman nutzt Auftragsflaute, um zu investieren

Die Stahlbaufirma, die auf Stahlkonstruktionen und Hallenbauten spezialisiert ist, expandiert in Polen und der Türkei.

Peroutka

Peter Zeman rüstet sich, um seine Stahlfirma für die Zeit nach der Krise "besser aufzustellen"

Wien. Die Stahlbaufirma Zeman & Co GmbH spürt die Krise durchaus heftig. Doch gerade das ist für das Unternehmen mit Sitz in Wien-Meidling Grund, um zu investieren: So hat Zeman 2009 nicht nur ein neues Werk in Polen errichtet, sondern auch ein technisches Büro in Istanbul sowie eine Produktionsstätte in der Türkei übernommen. Dessen Um- und Ausbau soll in wenigen Wochen fertig sein.

„Man hat in einer auftragsflauen Zeit zwei Möglichkeiten: Entweder die Aktionäre nehmen alles Geld raus aus dem Unternehmen oder ich nutze die Gelegenheit, um mich für später besser aufzustellen", sagt Firmenchef Peter Zeman.

Kuchenstück Istanbul

Dazu nimmt das auf Stahlkonstruktionen und Hallenbauten spezialisierte Unternehmen auch einiges Geld in die Hand: In der Türkei, wo Zeman derzeit rund 110 Mitarbeiter im Werk nahe Izmir und 20 im Istanbuler Büro beschäftigt, wurden gut zwölf Millionen € investiert. In Polen, wo man rund 100 Leute zählt, waren es „noch etwas mehr". Letzteres war laut Zeman allerdings eine Ersatzinvestition: Man sei vom alten polnischen Werk in ein neues, auf der grünen Wiese aufgestelltes, übersiedelt. Geplant ist zudem, weitere 3000 Quadratmeter anzubauen.

In Polen hat es das Unternehmen in der Vergangenheit bereits unter die Top Drei seiner Branche geschafft. Derzeit freilich seien die Auftragseingänge schwach: „Das Problem ist, dass der private Konsum zwar läuft, Firmen aber kaum investieren", sagt Zeman. Nur dank Auftragsüberhängen aus 2008 habe man insgesamt in Polen „kein schlechtes Jahr 2009" gehabt.
In der Türkei ist die Situation ähnlich. „Aber wir naschen beim Flughafenausbau im asiatischen Teil Istanbuls mit und wir haben von der Türkei aus einen guten Startplatz, um den arabischen und nordafrikanischen Raum zu beliefern", so Zeman. In Österreich beschäftigt Zeman 180 Mitarbeiter.

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