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Dialog-backdrop Sofia: Trotz EU-Geld keine Müll-LösungEs gibt zwei Machbarkeitsstudien für die Abfallentsorgung in Sofia, aber keine Entscheidung. Schuld daran ist laut Insidern ein Hickhack zwischen Stadt und Ministerium. Sofia. 500.000 € EU-Gelder für eine Machbarkeitsstudie zur Entsorgung des Mülls in Sofia. Das war im Jahr 1999. Im Jahr 2005 wurde die alte Mülldeponie Suhodol vor den Toren Sofias wegen Anrainerprotesten geschlossen und der Abfall (rund 1000 Tonnen täglich) stattdessen in Kunststoffrollen verpackt auf einem Gelände nahe des Stahlwerks Kremikovtsi gelagert, bzw. in Deponien gebracht, die weiter weg sind. Vom Aufbau eines ordentlichen Abfallentsorgungssystems ist Sofia nach wie vor weit entfernt, denn bis heute wurde keine Entscheidung getroffen, welche der in der Machbarkeitsstude angeführten Lösungsvarianten umgesetzt werden soll. Schuld daran sei die Uneinigkeit zwischen Stadt Sofia und dem Umweltministerium, heißt es dazu von Insidern gegenüber dem WirtschaftsBlatt. Die EU-Kommission hat wegen dem nicht EU-konformen Abfallmanagement ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Neue Studie Indessen wurde im Oktober 2007 bei einem Konsortium um die deutsche Firma Fichtner eine weitere Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, dieses Mal um rund 2,2 Millionen € (inklusive konzeptioneller Planung). Von wem diese Studie finanziert wird und warum auf Basis der ersten Studie keine Entscheidung getroffen wurde, dazu war von der Stadt Sofia bis zu Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu bekommen. Gutes Geld mit dem Müll-Problem in Sofia machen bisher jene Firmen, die den Müll wegtransportieren. Der Aufbau eines gesamtheitlichen Abfallentsorgungssystems mit Mülltrennung, moderner Deponie und eventuell Müllverbrennungsanlage würde ihre Margen schmälern, meinen Experten, die nicht genannt werden möchten. Die Hauptlizenz für Müllsammlung in Sofia ist (seit 1999 für 15 Jahre) in Hand der Novera EAD, die zur Equest Investments Balkans gehört. mehr Osteuropa…
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