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Nabucco-Pipeline soll eine Goldgrube werden

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von Anna Offner | 12.05.2009 | 15:04

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Nabucco-Pipeline soll eine Goldgrube werden

Im Juni soll das Nabucco-Abkommen besiegelt werden. Der Chef der Projektgesellschaft spricht von einem lukrativen Geschäft. Auch ohne 100prozentiger Auslastung.

per

Nabucco-Chef Reinhold Mitschek rechnet mit einem lukrativen Geschäft mit Nabucco

 Kantersieg für die EU-Energiepolitik: am 25. Juni soll, als Ergebnis des Prager Energiegipfels der Vorwoche, das Nabucco-Abkommen in Ankara unterzeichnet werden. Das berichtet die englische Zeitschrift „The Guardian“ und spricht von einer „Energie-Goldgrube“.

Eine Meinung, die auch der Chef der Nabucco-Projektgesellschaft, Reinhard Mitschek zu teilen scheint: „Es gibt reges Interesse seitens der Finanzinstitute und Nabucco ist auch ohne 100prozentiger Auslastung lukrativ“. Das Interesse der Banken begründet er auch mit der Wirtschaftskrise:  institutionelle Investoren, wie die Weltbank, die Europäische Investitionsbank und die Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) würden Infrastrukturprojekte mit wenig Risiko derzeit bevorzugen.

„Banken investieren momentan nicht so gerne in High-Risk-Bereiche“, sagt Mitschek. Mit großem Interesse rechnet er auch von kommerziellen Banken, die man im nächsten Jahr ins Boot holen möchte und von Exportförderbanken. Allen voran, von jenen aus China. Grund dafür, sei die Wertschöpfung, die sich China aus dem Pipelinebau erhofft: „ein Großteil des Stahls wird aus Japan, China, Indien aber auch Europa kommen“, so Mitschek.

7,9 Milliarden € kostet die Pipeline. Ein Drittel teilen sich die Projektpartner OMV, RWA, MOL, Transgaz, Bulgarian Energy und Botas. Der Rest komme von den genannten Investitions- und Exportbanken: „Allein die Europäische Investitionsbank übernimmt ein Viertel aller Kosten“, so Mitschek.

Keine Konkurrenz

Auch wenn noch nicht fixiert ist, wer die Pipeline mit Gas befüllt, glaubt Mitschek an ein lukratives Geschäft. Den Break-Even beziffert er zwischen zehn und zwölf Milliarden Kubikmeter Gas. 31 Milliarden Kubikmeter könnten jährlich durch die Pipeline fließen. „Die ganze Region wird davon profitieren, weil der Wert des Gases steigen wird“, so Mitschek. In den vergangenen 1,5 Jahren hätte sich der turkmenische Gaspreis bereits verdoppelt: „Kein Produzent will sich das entgehen lassen“.

Eine Konkurrenz zu North oder South Stream sieht Mitschek nicht: der Gasbedarf in Europa werde bis 2025 von derzeit 550 auf 700 Milliarden Kubikmeter Gas steigen. Die Eigenproduktion Europas sei  erschöpft. „Europa wird alles Gas benötigen“. Nabucco wird 31 Milliarden liefern, North Stream knapp 40 Milliarden Kubikmeter Gas. Gazprom und die serbische Srbijagas werden am 15. Mai ein Abkommen über South Stream unterzeichnen.

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4 Kommentare

Prinzipiell...

... ist das Projekt richtig und wichtig; mal sehen, wie die Russen dagegen ihr Baby S.Stream positionieren werden...

Von Gast: Gast: Alexander Barti am 13.05.2009 um 09:18

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Heiße Luft

Das nächste Milliardengrab der OMV.....kein Gas keine Pipeline.
Beschäftigungstherapeutischen Sinn macht das Projekt für Herrn Mitschek allemal.

Von Gast: Gast: Gast am 13.05.2009 um 01:47

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Stahl aus China

Sehr gute Idee! Die OMV wird beim Project Nabucco Feder führend sein und holt den Stahl aus China - bekommt die Voest nichts ab?

Von Gast: Gast: Der Erste am 12.05.2009 um 16:29

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Re: Ist der Stahl schon gekauft?

NEIN! aber hauptsach gleich mal schrein!
Sie wird schon zum zug kommen, wo ihr stahl gebraucht wird. VOEST-spezialstahl und 0815 aus china sind 2 verschiedene paar schuhe. aber vllt. werdn die röhrln ja demnächst aus bahngleisstahl zogn!? ^^

Von Gast: Gast: das letzte am 13.05.2009 um 13:07

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