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Slowenien will offenbar deutlich weniger Radpanzer kaufen

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27.01.2010 | 11:57

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Slowenien will offenbar deutlich weniger Radpanzer kaufen

Die slowenische Regierung will bei der bevorstehenden Neudefinierung des 278 Millionen Euro schweren Deals mit dem finnischen Hersteller Patria offenbar die Stückzahl der bestellten Radpanzer deutlich reduzieren. Anstatt der vorgesehenen 135 Radpanzer solle der Auftrag auf nur 44 bzw. bestenfalls auf 66 Fahrzeuge reduziert werden, berichtete die Tageszeitung "Dnevnik" am Mittwoch unter Berufung auf informelle Informationen aus Regierungskreisen.

Die Verhandlungen zur Abänderung des Vertrags mit Patria wurden bisher noch nicht aufgenommen, obwohl Slowenien bereits im vergangenen Sommer Änderungen am 2006 abgeschlossenen Radpanzer-Geschäft angekündigt hat. Laut der Tageszeitung "Delo" hat Ministerpräsident Borut Pahor vor kurzem angedeutet, das Radpanzer-Problem noch in diesem Monat lösen zu wollen. Die vom Verteidigungsministerium vorbereitete Verhandlungsposition müsse noch von der Regierung abgesegnet werden. Laut "Delo" steht die Angelegenheit jedoch überraschenderweise nicht auf der Tagesordnung der Kabinettssitzung am (morgigen) Donnerstag.

Vonseiten des finnischen Rüstungskonzerns wollte man die Angelegenheit laut "Delo" nicht kommentieren. Man habe sich allerdings über die Verzögerung verwundert gezeigt: "Zuerst haben sie uns gebeten, die Neuverhandlungen sobald wie möglich aufzunehmen, damit die Endzahl der Radpanzer noch vor dem Ende der Budgetdebatte bekannt wird. Nun sagen sie, dass die Verhandlungen nicht stattfinden können, weil die Budgetdebatte noch nicht beendet ist. Das ist völlig irre", sagte Wulf Hessulf, der bei Patria für Marketing und den Slowenien-Deal zuständig ist, gegenüber der Zeitung.

Slowenien kündigte Änderungen bei dem Deal an, nachdem festgestellt wurde, dass mit den bestellten Radpanzern die Verpflichtungen des Landes gegenüber der NATO nicht erfüllt werden können. Es würden weniger Radpanzer werden, dafür solle deren Kampfstärke gesteigert werden, hieß es damals. Durch die Änderungen dürfte der Stückpreis nach Medienberichten erheblich steigen. Bisher wurde auf Basis von Aussagen von Verteidigungsministerin Ljubica Jelusic davon ausgegangen, dass die Zahl auf 80 bis 90 Fahrzeuge reduziert würde. Patria hat bis dato insgesamt 13 Radpanzer an die slowenische Armee ausgeliefert.

(APA)

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