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Dialog-backdrop Oerlikon: Millionenstrafen für Vekselberg, Pecik und StumpfOligarch Viktor Vekselberg wurde in der Schweiz zu 40 Millionen Franken Strafe verdonnert. Auch seine Co-Investoren Ronny Pecik und Georg Stumpf müssen blechen. Moskau/Zürich. Gut vier Jahre ist es her. Die Wiener Victory rund um Ronny Pecik war eben beim Schweizer Technologiekonzern Unaxis eingestiegen. Pecik gelang ein Schachzug: Er holte den russischen Oligarchen Viktor Vekselberg an Bord. Seiner Renova trat die Victory ein Unaxis-Aktienpaket ab. Auch ein weiteres Paket wurde später an den Milliardär verkauft. Der blitzartige Einstieg der Investoren bei Unaxis, die mittlerweile auf Oerlikon rück-umgetauft wurde, schlug in der Schweiz schon damals hohe Wellen. Jetzt wurde bekannt: Die Causa wurde im Dezember mit einem Strafbescheid des Eidgenössischen Finanzdepartements (EDF) gegen die beim Aktienkauf involvierten Investoren abgeschlossen. Vekselberg wurde eine Strafe von 40 Millionen Franken aufgebrummt. Auch Pecik und sein damaliger Victory-Partner Georg Stumpf wurden zu je 40 Millionen Franken Buße verurteilt. Das EDF war zum Schluss gekommen, dass Vekselberg durch Nichterstattung einer Gruppenmeldung die Meldepflichten des schweizerischen Börsegesetzes verletzt habe. Vekselberg wehrt sich Das Urteil des EFD kommt für Vekselberg zur Unzeit. Oerlikon ist hochverschuldet und muss restrukturiert werden. Gemäß Renova entspricht die Buße rund einem Fünftel des aktuellen Werts des Unternehmens. Vekselberg hat gestern in einer Aussendung angekündigt, die Geldstrafe vor Gericht anzufechten. Die Entscheidung des EDF drohe dem Investitionsklima in der Schweiz und den Geschäftstätigkeiten ausländischer Unternehmen im Land massiv zu schaden. "Die Renova Group streitet diese unerwiesenen Anschuldigungen ab und bekräftigt, dass man zu jedem Zeitpunkt dafür Sorge getragen hat, dass im eigenen Verantwortungs- und Einflussbereich alle geltenden Bestimmungen eingehalten wurden, darunter die offenlegungsrechtlichen Vorschriften. Der Kauf von Aktien der Unaxis, respektive OC Oerlikon wurde ordnungsgemäß gemeldet. Eine Gruppenbildung mit Victory bei OC Oerlikon wurde ebenfalls dann gemeldet, als dies rechtlich notwendig wurde, nämlich 2008", heißt es. Das Departement nimmt zu dem Urteil keine Stellung, weil das Verfahren noch nicht abgeschlossen sei. Gemäß der "Neuen Zürcher Zeitung" stützt sich der Befund des EFD unter anderem auf einem Preisnachlass, den Victory Renova gewährt habe. Renova hat gemäß der Zeitung beim ersten Aktienkauf 16 Prozent weniger als den Marktpreis für die Titel von Unaxis zahlen müssen. Dies habe das EFD als Indiz für abgestimmtes Verhalten gewertet. Weitere Probleme Vekselberg und den beiden österreichischen Investoren droht weiteres Ungemach: Das EFD führt auch eine Untersuchung wegen des Einstiegs der drei Investoren beim Winterthurer Maschinenkonzern Sulzer. Es geht ebenfalls um eine mögliche Verletzung von Meldepflichten, und zwar beim Aufbau ihrer Beteiligung zwischen November 2006 und April 2007. mehr Osteuropa…
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