von Eva Konzett | 03.02.2010 | 10:38
Der Burger im Hochpreis-Segment
"I'm lovin' it", der Slogan der Fastfood-Marke McDonald's wird so manchem Rumänen in Zukunft auf der Zunge stecken bleiben. Der Grund: saftige Preise. Die Regierung in Bukarest plant eine Fastfood-Sondersteuer.
Wer Fastfood ist, muss tief in die Tasche greifen.
Bukarest. So sollen Nahrungsmittel wie Hamburger, Mehlspeisen, Patisserie-Erzeugnisse, Snacks und Chips sowie Erfrischungsgetränke sonderbesteuert werden - ausgenommen sind Mineralwasser und Fruchtsäfte. Dabei wird die Fastfood-Steuer allen Unternehmen vorgeschrieben, die Produkte mit erhöhten Salz-, Fett-, Zuckerwerten oder Geschmacksverstärkern produzieren, importieren beziehungsweise zubereiten. Die rumänischen Nahrungsmittelverbände laufen indes Sturm gegen die Regierungspläne, die voraussichtlich mit März in Kraft treten. "Für uns ist die Einführung einer solchen Steuer ein Weg, Einkommen für das Budget zu generieren. Es handelt sich nicht um eine Maßnahme, um den gesundheitlichen Zustand der Bevölkerung zu verbessern", so etwa Sorin Minea, Präsident des Verbandes Romalimenta.
Keine konkrete Liste
Im Gegenteil werde die Steuer negative Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Aufgrund der um 20 Prozent teureren Nahrungsmittel und einem Verlust von 36.000 Arbeitsplätzen seien sogar soziale Spannungen möglich.
Davon will freilich das Gesundheitsministerium in einer Aussendung wenig wissen. Die von den Nahrungsmittelverbänden vorgelegten Zahlen seien nicht realistisch. "Das Gesundheitsministerium hat bis dato noch keine Liste der zu besteuernden Nahrungsmittel zusamengestellt", sagt ein Sprecher auf Anfrage des WirtschaftsBlattes. Zudem sei auch die Höhe der Steuer noch Gegenstand der Diskussion. In diesem Sinne wolle das Ministerium die Ergbnisse einer öffentlichen Diskussion abwarten.
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