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Creditreform: Insolvenzen legen international massiv zu

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03.02.2010 | 13:55

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Creditreform: Insolvenzen legen international massiv zu

In Osteuropa ist die Zahl der Insolvenzen 2009 um 44 Prozent gestiegen. Auch in den USA beträgt das Plus massive 39,2 Prozent. Westeuropa kann den Anstieg auf 22 Prozent begrenzen.

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In den 15 EU-Staaten, der Schweiz und Norwegen gab es 2009 gut 185.000 Insolvenzen und damit um 22 Prozent mehr als 2008 (152.000 Insolvenzen. In Mittel- und Osteuropa ist die Zahl der Insolvenzen sogar um 44 Prozent gestiegen. 51.000 Unternehmen mussten hier Insolvenz anmelden, nach 35.800 im Jahr 2008, heißt es in einer Aussendung der Creditreform vom Mittwoch.

Österreich mit einem Anstieg von 8,5 Prozent auf 7.050 Fälle kam 2009 im europäischen Vergleich noch glimpflich davon. Auch Belgien (Plus 11,3 Prozent auf 9.430 Insolvenzen) stieg mit relativ wenig Verlusten aus. Am anderen Ende der Skala stehen Spanien mit 93,8 Prozent mehr Pleiten (4.900 Fälle) und Irland mit einem Plus von 81,1 Prozent auf 1.400 Fälle. Auch die Niederlande und Dänemark hatten einen Anstieg von über 50 Prozent.

Frankreich (plus 12,2 Prozent; 55.800 Fälle), Deutschland (plus 16,0 Prozent; 34.300 Fälle) und Großbritannien (plus 24,8 Prozent, 20.300 Fälle) haben in absoluten Zahlen die meisten Firmenzusammenbrüche zu verzeichnen. Jede neunte Insolvenz (11,2 Prozent) oder 20.800 Fälle betraf einen Industriebetrieb. Von der Insolvenz ihres Betriebes waren 2009 in Europa 1,7 Mio. Arbeitnehmer betroffen - nach 1,2 Millionen Betroffenen 2008.

In Osteuropa war Tschechien mit einem Anstieg um 82,5 Prozent auf 8.394 Insolvenzen am stärksten betroffen. Die Slowakei (plus 54,6 Prozent; 900 Insolvenzen) sowie die baltischen Staaten folgten auf den Plätzen. Lettland verzeichnete einen Insolvenzanstieg von 69,1 Prozent auf 2.192 Fälle, Litauen von 59,8 Prozent (1.168 Fälle) und Estland von 49,2 Prozent (631 Fälle).

Auch in den USA ging das Firmensterben weiter. Rund 60.600 Unternehmen mussten Gläubigerschutz beantragen. 2008 waren erst 43.546 US-Unternehmen betroffen (plus 39,2 Prozent). Außerdem erklärten sich 1,421 Millionen Privatpersonen für zahlungsunfähig. Ein Jahr zuvor waren 1,074 Millionen Personen betroffen. Der Anstieg fiel mit plus 32,3 Prozent deutlich stärker aus als in Europa (plus 12,4 Prozent).

(APA)

 

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