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"Wir sind kein politisches Instrument der Regierung"

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von Patrizia Reidl | 03.02.2010 | 17:04

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 "Wir sind kein politisches Instrument der Regierung"

Der russische Gaskonzern Gazprom arbeitet an einem besseren Image in Europa. Langsam tragen die Anstrengungen Früchte, sagt Gazprom-Direktor Sergei Komlev.

WB/Tanzer

Sergei Komlev

Facts

Sergei Komlev
Komlev leitet bei Russlands Gasriesen jenen Bereich, der für Vertragsstrukturierung und Preisgestaltung zuständig ist. Er war vorher Direktor des Moskau-Büros des internationalen Energieberatungsunternehmens Pace Global Energy Services. Komlev trägt einen Doktortitel Instituts für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen in Moskau.
Gazprom
Die Finanzkrise hat dem größten Unternehmen Russlands zugesetzt. Anfang ‘08 gehörte es mit einer Marktkapitalisierung von 309 Mrd. $ zu den fünf größten Unternehmen weltweit, derzeit liegt der Wert bei 154 Mrd. (Zum Vergleich: Exxon Mobile kommt auf 327 Mrd. $).
Der Gasmonopolist entstand Ende der 80er aus dem sowjetischen Gasministerium. Seit 1993 ist es eine AG, der Staat hält 50,002 %. Gazprom ist eines der wenigen russischen Großunternehmen, an denen ein ausländisches Unternehmen beteiligt ist, in diesem Fall: E.ON mit 3,5 % (laut Bloomberg). Der Konzern mit 376.000 Mitarbeitern verfügt über 18 % der Welt-Gasreserven. ‘08 betrug die Gasproduktion 549 Mrd m3. Größter Auslandsabnehmer ist Europa. Gazprom hat Beteiligungen im Öl-, Finanzdienstleistungs- und Mediensektor. In den ersten neun Monaten ‘09 gingen die Einnahmen um ein Drittel auf 11,3 Mrd. € zurück. Die verkaufte Gasmenge sank um 17 % auf 343 Mrd. m3 Durch die Gaskrise mit der Ukraine ‘09 verlor Gazprom Einnahmen von 2,2 Mrd $

WirtschaftsBlatt: „Herr Komlev, wie steht es um die Verbesserung des Images von Gazprom im Westen?“
Sergei Komlev: Gazprom ist ein Wirtschaftsunternehmen. Wir verkaufen Gas. Aber wir verstehen auch, dass wir uns im Kommunikationsbereich anstrengen müssen, um besser zu erklären, wer wir sind und was wir wollen. Ja, wir haben uns bemüht, unser Image in Europa zu verbessern. Langsam trägt die Anstrengung Früchte.


„Wieso braucht es dafür eine Strategi...

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