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Dialog-backdrop Stabilitätspakt-Verstoß: EU sperrt Ungarn 500 MillionenUngarn. Die EU setzt die Zahlung von 500 Fördermillionen an Ungarn für 2013 aus. Es ist ein beispielloser Schritt gegen einen EU-Mitgliedsstaat. Brüssel/Budapest. Die EU-Kommission hat ihre Drohung gegen Ungarn wahr gemacht und friert rund 495 Millionen Euro an Fördergeldern aus dem Kohäsionsfonds für 2013 ein. Der Grund: Die nicht zufriedenstellende Korrektur des ungarischen Budgetdefizits. Das teilten EU-Währungskommissar Olli Rehn und Regionalkommissar Johannes Hahn am Mittwoch in Brüssel mit. Es ist das erste Mal seit dem Bestehen des Stabilitäts- und Wachstumspakts, dass die EU eine Sanktionsdrohung verhängt. Die Kommissare verteidigten den Schritt als "fair" und "angemessen". Der Ball sei nun bei der ungarischen Regierung. Sobald entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, werde die Suspendierung umgehend aufgehoben, so Hahn. Rehn betonte, dass nun in Ungarn nun eine vernünftige Finanzpolitik einführen für die entsprechenden makroökonomischen Bedingungen sorgen müsse, damit eine effiziente Verwendung der Gelder aus dem Kohäsionsfonds sichergestellt werden könne. Sollte die national-konservative Regierung von Viktor Orban das Defizit bis zum 1. Jänner 2013 nicht zufriedenstellend senken können, droht dem Land ein dauerhafter Verlust von insgesamt 495.184.000 Euro aus dem Kohäsionsfonds. Bereits im Jänner hatte die Kommission beanstandet, dass das Land sein Defizit 2012 nur mit Einmalmaßnahmen unter die Grenze von drei Prozent des BIP senke und die Konsolidierung damit nicht von Dauer sei. Zum Wohle Ungarns Rehns Sprecher Amadeu Altafai-Tardio sagte, dass man den Schritt "zum Wohle der ungarischen Bevölkerung" tue, und um die Stabilität in Europa wahren. Es gehe nicht darum "jemanden vor den Kopf zu stoßen". Die Kommission würde nur die verschärften Regeln, die man im Zuge des Six-Packs (verschärfte Regeln zur Budgetüberwachung in der EU, Anm.) beschlossen habe, umsetzen. Es sei die "Logik" des Six-Packs, erklärte der Sprecher, dass die EU-Staaten strenger überwacht werden. "Wenn wir einen Verstoß entdecken, kann dies zu Maßnahmen führen". Dies erlaube dem Land, Reformen durchzuführen, "so lange dies noch möglich und kostengünstiger" ist, betonte Altafai-Tardio.
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1 Kommentar
Sehr schoen,
dafuer werfen wir den Griechen ein paar 100 Milliarden nach als Dank fuer ein Defizit, das seit Jahren sogar trotz geschoenter Zahlen ein Vielfaches von jenem in Ungarn ausmacht. Auch die anderen Suedlaender bleiben weit uber der 3% Verschuldung und werden verschont.
So sieht Gerechtigkeit in der EU aus! Es kommt blosz darauf an, wer in Bruessel die bessere Lobby hat.
Von Gast: Gast: Masta am 22.02.2012 um 13:43
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