Erste Group plant neues Filial-Konzept für Tschechien
Die tschechische Erste-Group-Tochter Ceska sporitelna (CS), die in Tschechien das Geldinstitut mit der größten Kundenzahl ist, will eine gänzlich neuartige Bank gründen. Jung und trendy sollen die Filialen mehr wie ein Café anmuten und neue Kundenschichten anlocken.
"Altbackene" Filialen der Erste-Tochter Ceska sporitelna sollen in Tschechien durch trendige "Banklokale" ersetzt werden
Diese soll nach Angaben der tschechischen Wirtschaftstageszeitung "Hospodarske noviny" (Mittwochsausgabe) vor allem jene Kunden ansprechen, die viel Geld ausgeben, gerne Kredite aufnehmen und die der Name Ceska sporitelna stört. Dabei soll es sich dem Bericht zufolge um keine Low-Cost-Internetbank handeln, sondern um ein Geldinstitut mit Filialen, die beispielsweise wie Cafes aussehen.
"Es geht uns um Leute, die etwas haben wollen, was trendiger ist, um sich damit in der Gesellschaft präsentieren zu können", sagte dazu das CS-Vorstandsmitglied Martin Skopek. Man plane eine "ganz neues Konzept der Bedienung".
Die neue Bank soll der Zeitung zufolge der Ceska sporitelna bzw. der Erste Group Bank unterstellt sein. "Aus Wien haben wir grünes Licht bekommen, den Markt zu sondieren. Die endgültige Entscheidung wurde aber noch nicht gefällt", sagte CS-Sprecherin Klara Gajduskova.
Die Filialen des geplanten Geldinstitutes könnten etwa dem Geschmack jener Leute entsprechen, die gerne die US-Kaffeehauskette Starbucks besuchen. "Der Anteil jener, die genießen und Anleihen kaufen wollen, liegt laut unseren Erhebungen bei 25 Prozent", so CS-Chef Pavel Kysilka.
Die CS steht laut "Hospodarske noviny" stark unter dem Druck, auf die Konkurrenten zu reagieren, die in letzter in den Markt eingetreten sind oder dies demnächst tun wollen. Kürzlich wurde beispielsweise die Raiffeisen Bank International (RBI) mit ihrer Direktbank-Tochter Zuno aktiv und für Herbst stellte die tschechische Finanzgruppe PPF den Start der Air Bank in Aussicht.
(APA)
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