Rumänien. Die Ausbeutung der Goldreserven im Apuseni-Gebirge hängt von Lizenzen ab. Bukarest hat die Abgaben in der Edelmetallproduktion verdoppelt.
In Rumänien soll künftig massiv Gold abgebaut werden - noch liegen die großen Goldproduzenten anderswo
Facts
Zyanid-Katastrophe in Baia Mare
Rosia Montana ist Teil des sogenannten „Goldenen Vierecks“. Bereits in der Antike wurden hier Gold und andere Edelmetalle gefördert.
Nach Einschätzung einer Studie der Babes-Bolyai-Universität in Cluj-Napoca müssten für das gegenwärtige Projekt bei einer Laufzeit von 17 Jahren 208 Millionen Tonnen erzhaltiges Gestein, 170 Millionen Tonnen Abraum und elf Millionen Kubikmeter Oberflächenmaterial bewegt werden. Zwei Dörfer würden umgesiedelt. RMGC kontert derweil mit der Schaffung von mehreren Tausend Arbeitsplätzen. Die 1,7 Milliarden US-$ schwere Investition speise zusätzlich vier Milliarden US-$ in die rumänische Wirtschaft.
Vielen Bewohnern der Region ist jedoch noch das Goldminen-Unglück von 2000 in Baia Mare in Erinnerung. Damals entließ ein zerborstener Damm 100.000 Tonnen zyanidhaltigen Schlamm in das Flusssystem der Theiß.
Bukarest. Es sind die größten Edelmetallvorkommen Europas: die Gold- und Silberfelder im rumänischen Kreis Alba. Abgebaut werden sollen diese künftig von der Rosia Montana Gold Corporation (RMGC), einem Joint Venture zwischen dem australischen Unternehmen Gabriel Resources und dem rumänischen Staat. Geschätzte 330 Tonnen Gold und bis zu 1700 Tonnen Silber lagern im Berg.
Das Projekt ist eines der umstrittensten Investitionsvorhaben in Rumänien seit der...
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