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Osteuropa spielt Schlüsselrolle für heimische Versicherer

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12.09.2011 | 15:33

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Osteuropa spielt Schlüsselrolle für heimische Versicherer

Osteuropa spielt für die Geschäftsaussichten der in Österreich tätigen Versicherungs-Gesellschaften eine Schlüsselrolle. Dies geht aus einer Untersuchung von Fitch hervor, die Experten sehen auch noch gute Wachstumschancen.

WB/Peroutka

Die starken Geschäftseinheiten der Versicherer in Zentral-, Ost- und Südosteuropa, wo sie 34 Prozent ihre Erlöse erzielen, bieten große Wachstumschancen, erklärt die Ratingagentur Fitch in einer aktuellen Marktstudie. Die Versicherungsdichte in dieser Region sei nach wie vor gering und die Wachstumsaussichten besser als in Westeuropa. Zugleich warnen die Experten davor, dass diese Länder eine größere Anfälligkeit gegenüber globalen wirtschaftlichen Abschwüngen haben und ihre Volkswirtschaften noch immer weniger stabil als in den meisten entwickelten Ländern seien.

Für die geplanten neuen Liquiditätsvorschriften (Solvency II) sehen die Experten die heimischen Versicherer mit einer durchschnittlichen Rate von 246 Prozent gegenüber 165 Prozent im Europa-Schnitt gut vorbereitet. Die Kapitalisierung der sechs größten Gesellschaften wird als gut bezeichnet.

Die größte Herausforderung auch für die heimische Versicherungswirtschaft stelle die globale Unsicherheit dar. Historisch niedrige Zinsen würden sich vor allem auf die Lebensversicherer negativ auswirken, heißt es. Durch die geografische Lage und Topographie des Landes seien andererseits die Sachversicherungen besonders Ansprüchen aus Naturkatastrophen ausgesetzt.

Die Profitabilität der Versicherungen sei 2010 in allen Geschäftsbereichen gestiegen, bei den Lebensversicherungen um 80 Prozent, bei den Sach- und Krankenversicherungen jeweils um 40 Prozent. Profitiert hätten sie von der Erholung der Finanzmärkte. Die derzeitige Unsicherheit auf den Finanzmärkten könnte allerdings die künftige Profitabilität wieder negativ beeinflussen, vor allem im Lebens-Bereich, warnen die Versicherungsexperten.

Der Wettbewerb unter den Kfz-Versicherern wird als stark bezeichnet. Fitch geht mittelfristig von steigenden Gebühren aus, mit denen die Versicherer schwache Investmentergebnisse ausgleichen wollen. Starker Wettbewerb und die gute Kapitalausstattung könnte diese Entwicklung jedoch beschränken.

Die größte heimische Versicherung ist laut Fitch die Vienna Insurance Group (VIG) mit einem Marktanteil von 24 Prozent, knapp gefolgt von der UNIQA mit 23 Prozent. Zu den größten in ausländischem Besitz befindlichen Gesellschaften zählen die Generali (15 Prozent Marktanteil) und die Allianz Elementar (8 Prozent). Die Münchener Rück ist mit ihrer Tochter Ergo mit 5 Prozent Marktanteil der fünftgrößte Versicherer in Österreich. Die Grazer Wechselseitige kommt auf 3 Prozent Marktanteil. Auf die restlichen Versicherer entfallen 23 Prozent.

Lebensversicherungen machen 45 Prozent der gesamten Prämieneinnahmen aus, 23 Prozent kommen aus Sachversicherungen, 17 Prozent aus dem Kfz-Bereich, 10 Prozent aus Krankenversicherungen und 5 Prozent aus Unfallversicherungen.

(APA)

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